ZAS: Aufschwung am Werbemarkt gestoppt

Die positiven Zahlen aus dem April bestätigten sich im Mai leider nicht, die Anzeigenentwicklung im Markt der Publikumszeitschriften ist wieder ins Minus gedreht. Nach dem dicken April-Plus von 9% lag der Mai laut Zentraler Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ wieder unter dem Vorjahr. 0,2% weniger Reklame wurde im Vergleich zum Mai 2009 in den ausgewerteten Titeln gedruckt. Immerhin: Damit lag der Mai leicht über dem Jahresdurchschnitt von jetzt minus 0,7%.

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Dennoch: Die positiven Anzeichen aus dem April sind erstmal wieder verflogen, der Werbemarkt befindet sich wieder auf dem schwachen Niveau des Jahres 2009. Bleibt zu hoffen, dass es im Juni mit vielen Werbekampagnen um die Fußball-WM wieder positiver aussieht.

In der Liste der 20 laut Nielsen umsatzstärksten Werbeträgern der Publikumszeitschriftenbranche halten sich die Gewinner und Verlierer derzeit die Waage: Acht Titeln, die unter den Vorjahreszahlen liegen, stehen acht Magazine gegenüber, die sich verbessern konnten. Bei vier Zeitschriften können die aktuellen Zahlen nicht mit denen des Vorjahres verglichen werden, beim Spiegel, der Bild am Sonntag und der auto Bild liegt das beispielsweise daran, dass die letzte Mai-Ausgabe nicht mehr rechtzeitig für die ZAS-Auswertung verfügbar war und damit eine Ausgabe weniger als 2009 in die Wertung kam. Nach dem Juni werden die Zahlen dort wieder vergleichbar sein.

Eine positive Tendenz zeigt in dieser 20er-Liste auto motor und sport. Nach dem April befand sich das Magazin noch im Minus, nun mit 4,0% im Plus. Ebenfalls aus den roten in die schwarze Zahlen gewechselt ist InStyle, deutlich verbessert haben sich im Vergleich zu der Auswertung von vor vier Wochen zudem TV Spielfilm und Vogue. Nach unten zeigen die Pfeile hingegen beim stern, dem Focus und vor allem der Für Sie, die aus dem Plus auf ein Minus von 5,0% gefallen ist.

Als größter Gewinner des bisherigen Jahres tut sich inzwischen Schöner Wohnen hervor. Das Magazin erlebt ein sehr erfolgreiches Jahr und liegt inzwischen 57,2% über den Anzeigenumfängen des Vorjahres – u.a. wegen der dicksten Ausgabe seit zehn Jahren. Ebenfalls deutlich über den Vorjahreszahlen liegen Gala und myself. Neu in der Gewinner-Top-Ten sind im Vergleich zu den April-Statistiken Glamour, DB mobil und die rtv-Ausgabe Ost, aus der Aufsteiger-Liste herausgefallen sind dafür Bild der Frau, Bild am Sonntag und Brigitte, die Bild am Sonntag aber wohl vor allem deswegen, weil die Zahlen derzeit nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sind (siehe Erläuterungen oben).

Auf der Verliererseite hat Readers Digest nun den ersten Platz übernommen. Mit einem Verlust von 54,5 Anzeigenseiten (36,8%) wurde auch der Vormonatsführende c’t überholt. Das Computermagazin belegt nun Rang 2 vor Jolie, Cicero und Focus, die allesamt um die 50 Werbeseiten verloren haben. Der Focus ist im Vergleich zur Auswertung aus dem April neu in der Verlierer-Top-Ten, ebenso wie TV Digital und Emotion. Das unerfreuliche Ranking verlassen haben dafür Vogue, Frau Aktuell und InStyle.

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