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Presserat berät über Bunte-Spitzelaffäre

Der Presserat tagt am Donnerstag in Berlin. Anlass hierfür sind unter anderem die vom Stern aufgedeckten Recherchemethoden des Frauenmagazins Bunte. Der Stern wirft der Frauenzeitschrift vor, dass sie Politiker wie Franz Müntefering von einer Agentur systematisch hat ausspähen lassen.

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Der ehemalige SPD-Vorsitzende Müntefering hatte nach Bekanntwerden der Bespitzelung Beschwerde eingereicht. "Wir haben es erstmals mit einem Fall zu tun, der die Recherchemethoden betrifft – und nicht die Berichterstattung. Das ist ein gewichtiges Thema, und vielen ist an einer grundsätzlichen Aussage gelegen", so Lutz Tillmann, Geschäftsführer des Presserats. Gegenstand der Diskussion sei zudem, wo die Grenzen sind bei der Auslagerung von Recherchearbeiten.

Die Observation von Politikern und deren Familien bezeichnete Tillmann als "offensichtliche Missstände." Zwar sei es unter bestimmten Umständen gerechtfertigt, "Diskrepanzen zwischen dem gewünschten Image eines Politikers und seinem tatsächlichen Verhalten" aufzuklären, jedoch dürfen dabei keine unlauteren Methoden angewandt werden, dazu gehören verdeckte Ermittlungen und Stalken sowie das Abhören von Telefonen von Politikern

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