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Yahoo & Nokia machen gegen Google mobil

Minus mal Minus ergibt Plus: Nach dieser mathematischen Formel ist eine Allianz zweier Verlierer unter den Technologie-Giganten gestrickt. Der finnische Handy-Hersteller Nokia und der US-Suchmaschinenkonzern Yahoo haben im Bereich der mobilen Angebote eine strategische Partnerschaft vereinbart, um an Google und Apple verlorene Marktanteile wieder aufzuholen. Ende 2010 sollen erste gemeinsame Produkte marktreif sein. Mit dieser Offensive hofft das Duo auch, für Werbekunden attraktiver zu werden.

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Nokia ist immer noch weltweit die Nummer eins der Handy-Produzenten. Doch die Verkäufe sind im Verhältnis zur Konkurrenz seit langem im Sinkflug. Die Finnen, die jahrelang mit dem Image glänzten, das intuitiv am einfachsten bedienbare Betriebsmenü im Angebot zu haben, schafften es trotz etlicher Anläufe nicht, ein überzeugendes Smartphone zu entwickeln. Vor allem Apples Bestseller iPhone haben die Skandinavier nichts entgegen zu setzen.
Ähnlich trist sind die Aussichten bei Yahoo, der Internet-Suchmaschine der ersten Stunde. Lange, zu lange, waren Management und Aufsichtsrat damit beschäftigt, die Führung zu straffen und die Ablösung des Gründers Jerry Yang an der Spitze des Vorstands zu betreiben. Unterdessen wurde Google immer mächtiger und drängte Yahoo in vielen Märkten immer weiter Richtung Nischenanbieter. Die Yang-Nachfolgerin Carol Bartz setzt strategisch auf die mobilen Dienste und muss dabei einen enormen Rückstand auf Google aufholen, das mit seinem Android-Betriebssystem auf immer mehr Handys genutzt wird.
Die Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass Nokia seine Kompetenz im Bereich Naviagationsangebote einbringt, Yahoo den Bestand an Mail und Messenger-Services. Weltweit nutzen fast 300 Millionen Menschen die Yahoo-Mitteilungsdienste.

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