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Apple bewirbt iPad mit Spiegel-Motiv

Aufmerksamen Pendlern ist es schon aufgefallen: Apple hat an Litfasssäulen und Busstationen erste iPad-Plakate kleben lassen. Besonders augenscheinlich: In das Tablet ist ein Spiegel Online-Screenshot montiert. Auf MEEDIA-Anfrage bestätigte der Hamburger Verlag, dass man eine Partnerschaft mit Apple geschlossen habe. Teil des Deals: Zeitgleich zum iPad-Verkaufsstart wird auch die neue Spiegel-App freigeschaltet, die eigens entwickelt wurde und das gesamte Print-Heft auf das Tablet bringen soll.

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Wie die Neuentwicklung genau aussehen wird und was sie alles kann, will man an der Brandstwiete noch nicht verraten. Feststeht allerdings, dass Spiegel Online – wie bereits beim iPhone – erst einmal keine eigene Applikation entwickeln wird. Wer sich mobil über das aktuelle Nachrichtengeschen informieren will, muss über den vorinstallierten Safari-Browser zum News-Portal surfen.

Die neue iPad-App wird sich offenbar inhaltlich und optisch von der iPhone-Variante unterscheiden. Die Preisstruktur bleibt jedoch gleich: "Der Einzelkauf der iPad-App kostet 3,99 Euro, ein Abonnement wird wie bei der Printausgabe 3,65 Euro pro Heft kosten", erklärt Spiegel-Sprecherin Anja zum Hingst gegenüber MEEDIA. "Darüber hinaus bieten wir ein Probe-Abo an: elf Ausgaben für 29 Euro."

Die Partnerschaft der Hamburger mit Apple wird den Verlagskonkurrenten wenig gefallen. Auch, weil sich der Spiegel bislang nicht gerade als besonders großer Apple- und App-Fan hervortat. Bei Springer setzt man bereits schon länger und mit viel mehr Enthusiasmus auf die Apfelprodukte und die dazugehörige App-Ökonomie.

Doch noch scheint auch für die Wettbewerber des Hamburger Nachrichten-Magazins nichts verloren. Ein Sprecher von Axel Springer erklärte auf Anfrage, dass Medienhaus sei mit Apple hinsichtlich der iPad-Kampagnen "in Gesprächen". Es ist nicht auszuschließen, dass auch die Pre-Launch-Aktivitäten in der kommenden Woche mit Motiven und Angeboten anderer Verlagshäuser ausgestattet werden.

Apple selbst scheint dabei auf ein breites Spektrum reichweitenstarker Medienangebote zu setzen. So hatte der US-Konzern bei Roadshows für sein Tablet offenkundig mehr als 20 Medienangebote in die Screens montiert, aus Deutschland unter anderem auch das von Bild.

Möglicherweise präferiert das Technik-Unternehmen auch nur aus Tradition den Hamburger Verlag. Denn bereits zur Einführung des iPhones gab es Werbebilder, bei denen in das Smartphone ein Screenshot von Spiegel Online eingebaut war.

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