Werbeumsätze: Spiegel und G+J gewinnen

Das Werbegeschaft der Publikumszeitschriftenbranche erholt sich allmählich wieder. Nielsen hat in dieser Woche ein Brutto-Plus von 2,1% für die Verlage gemeldet, das tiefe Krisental scheint durchschritten. Doch welche Verlage profitieren derzeit am meisten, wo gibt es noch Minuszeichen? Eine MEEDIA vorliegende Auswertung zeigt, dass sich vor allem der Spiegel-Verlag und Gruner+Jahr im Aufwind befinden, während die Pfeile bei Burda und dem Jahreszeiten Verlag noch nach unten zeigen.

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Laut der Auswertung, die die einzelnen von Nielsen ausgewerteten Zeitschriftentitel ihren Verlagen zugeordnet hat, gewann der Spiegel-Verlag in den ersten vier Monaten des Jahres rund 11% im Vergleich zu 2009 hinzu. Ebenfalls zu den Gewinnern gehört Gruner+Jahr – mit einem Zuwachs von ca. 8%. Gemeinsam mit der Mehrheits-Beteiligung Motorpresse läge das Plus bei etwa 7%. Mit rund 160 Mio. Euro Brutto-Werbeumsatz kommt G+J (ohne Motorpresse) zudem Burda näher. Dort ging es 2010 bislang um ca. 6% auf etwa 180 Mio. Euro nach unten.

Zu den Gewinnern gehören auch die beiden anderen Zeitschriften-Großverlage: Axel Springer verzeichnet ein Brutto-Werbeumsatz-Wachstum von ca. 4%, Bauer Media eins von ca. 3,5%. Auf der Verliererseite finden sich neben Burda auch der Gong Verlag mit einem Brutto-Werbeumsatzverlust von ca. 7%, sowie der Jahreszeiten Verlag (-3%) und Condé Nast (-2%).

Wie immer muss bei den Nielsen-Auswertungen einschränkend hinzugesagt werden, dass es sich um Brutto-Zahlen handelt. Eigenwerbung und Anzeigen aus Gegengeschäften werden dort als voll bezahlte Reklame gewertet – auch wenn letztlich kein Geld geflossen ist. Die Zahlen geben also keine Auskunft über tatsächliche Umsätze, dienen aber als solide Kennzahl für die Entwicklung innerhalb von Märkten und Branchen.

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