Staatsanwaltschaft klagt Kachelmann an

Nach Wochen des Stillstandes kommt Bewegung in den Fall Kachelmann: Wie die Deutsche Presse-Agentur vermeldet, hat die Staatsanwaltschaft Mannheim nun Anklage gegen den TV-Moderator wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall erhoben. Der Schweizer soll eine frühere Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Der 51-Jährige sitzt bereits seit dem 20. März in Mannheim in Untersuchungshaft. Der Meteorologe weist die Vorwürfe von sich.

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Kachelmann war nach der Rückkehr von den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver noch am Flughafen verhaftet worden. Der Moderator hatte über seine Anwälte mitgeteilt, dass er verleumdet worden sei und dabei jede Schuld bestritten.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft stellt sich die Situation anders dar. Sie wirft dem 51-jährigen Schweizer vor, "in der Nacht des 09. Februar 2010 seine 36 Jahre alte langjährige Freundin, die sich von ihm trennen wollte, in deren Schwetzinger Wohnung unter Vorhalt eines Küchenmessers – Klingenlänge 8 cm – zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben". Weiter heißt es in der Pressemitteilung: "Hierbei habe er der Geschädigten das Messer gegen den Hals gedrückt, wodurch diese Verletzungen davongetragen habe. Während und nach der Tat soll der Angeschuldigte das Opfer mit dem Tod bedroht haben."
Die Anklage stützt sich jedoch nicht nur auf die Aussagen der Frau, sondern auch auf die Ergebnisse kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen.
Neben der Anklageerhebung beantragte die Staatsanwaltschaft zudem, die Untersuchungshaft für Kachelmann andauern zu lassen. Stimmt der Richter dem zu, wäre damit auch ein für den 1. Juni geplanter mündlicher Haftprüfungstermin hinfällig. Ein Termin für den Prozess wurde noch nicht anberaumt.
„Meine Mandantin ist froh, dass das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist und sich der Sachverhalt nach den umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bestätigt hat und damit entsprechend zur Anklageerhebung geführt hat", zitiert Bild.de Thomas Franz, den Anwalt des vermeintlichen Opfers.
Eine Reaktion der Anwälte von Jörg Kachelmann lag zunächst nicht vor.

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