Axel Springer mit Exzellenz-Initiative

Mitten in der Krise will die Axel Springer AG verstärkt in journalistische Qualität investieren. "Wirtschaftlicher Erfolg ist nur mit wirtschaftlicher Exzellenz zu erzielen", so Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Der Medienkonzern hat auszeichnete Quartalszahlen vorgelegt und mit knapp 120 Mio. Euro beim operativen Ergebnis einen historischen Höchstwert erwirtschaftet. Auch die Prognosen für das Gesamtjahr hat Springer deutlich angehoben. Der Gewinn soll 2010 deutlich über zehn Prozent steigen.

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Eine Million Euro zusätzlich sollen bei Springer nun für investigative Recherchen bereit gestellt werden. "Wir müssen den Lesern unserer Zeitungen und Zeitschriften und den Nutzern unserer Online-Angebote noch mehr Geschichten und Informationen bieten, die so nur bei uns zu finden sind. Eigene, unabhängig und mit hohem Aufwand recherchierte Texte wollen wir mit einem zusätzlichen Budget ermöglichen. Wir wollen uns auch kostspielige Recherchen für Themen mit außergewöhnlichem investigativen Potenzial leisten", so Döpfner in einer Verlagsmitteilung, in der die Exzellenz-Initiative angekündigt wird.
Bei der Konkurrenz wird die Erfolgsstory von Springer misstrauisch beäugt. Während überall wegen klammer Kassen gespart werden muss, präsentiert sich der Bild-Konzern kraftstrotzend wie nie. manager-magazin-Autor Klaus Boldt fasste die Stimmung beim Hamburger Springer-Konkurrenten Gruner + Jahr folgendermaßnen zusammen: "In dem Zeitschriftenhaus scheut das Vieh in den Ställen, wenn Döpfner gegenüber nur ans Ufer tritt."

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