iPad-Erfolg auf Kosten der iPod-Verkäufe

Die nächste Erfolgsstory aus Cupertino reißt nicht ab: Das iPad verkauft sich weiter wie geschnitten Brot und ist in weiten Teilen der USA ausverkauft. Doch der Erfolg hat offenbar seinen Preis: Wie Analysten des Brokerhauses Piper Jaffray anmerken, brechen die Umsätze des beliebten MP3-Players von Apple im laufenden Quartal zweistellig ein – und damit weitaus stärker als erwartet. Entwarnung jedoch für Apple: Der Mac-Abverkäufe sollen sich nach jüngsten Erhebungen besser entwickeln als prognostiziert.

Anzeige

Die nächste Erfolgsstory aus Cupertino reißt nicht ab: Das iPad verkauft sich weiter wie geschnitten Brot und ist in weiten Teilen der USA ausverkauft. Doch der Erfolg hat offenbar seinen Preis: Wie Analysten des Brokerhauses  Piper Jaffray anmerken, brechen die Umsätze des beliebten MP3-Players von Apple im laufenden Quartal zweistellig ein – und damit weitaus stärker als erwartet. Entwarnung jedoch für Apple: Der Mac-Abverkäufe sollen sich nach jüngsten Erhebungen besser entwickeln als prognostiziert.

Halbzeit im laufenden zweiten Quartal des Kalenderjahres 2010, das bei Apple bereits das dritte Geschäftsquartal ist. Die Dinge laufen weiter prächtig: Gerade mal 28 Tage nach der Erstauslieferung hat das iPad einzig und allein mit seiner US-WLAN-Version die Millionen-Grenze durchbrochen und könnte nach Analystenschätzungen mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im laufenden Quartal beisteuern.

So weit, so gut. Doch neue Erhebungen des Marktforschungsunternehmens NPD Group zeigen nun, dass der Erfolg seinen Preis hat.  Überraschenderweise nicht jedoch bei der Mac-Sparte, die weiter stark wächst. Tatsächlich wird die in die Jahre kommende iPod-Sparte nun offenbar zum Sorgenkind.

iPod-Umsätze sinken um 17 Prozent im April

Verwunderlich ist das nicht: Der 2001 eingeführte MP3-Player verhalf Apple in der vergangenen Dekade erst zu seinem phänomenalen Comeback, schien jedoch mit der Einführung des iPhones zunehmend obsolet zu werden. Überraschenderweise setzte der Kannibalisierungseffekt seit dem iPhone-Debüt 2007 kaum oder nur abgeschwächt ein.     

Das scheint mit der Einführung des iPads nun anders zu werden, obwohl der 700 Gramm schwere Tablet-Mac nicht gerade ein handlicher MP3-Player ist. Die NPD Group weist für den April nämlich einen ziemlich scharfen Rückgang der iPod-Umsätze von 17 Prozent aus, während Gene Munster vom Brokerhaus Piper Jaffrey bislang lediglich von einem Minus von 9 Prozent ausgegangen war.

Gene Munster: Kannibalisierung-Effekt beim Mac "minimal"

Allerdings findet der renommierte Apple-Analyst darin auch sein Gutes: „Angesichts des vierfach höheren Verkaufspreises des iPads gegenüber dem iPod sehen wir das als positiven Faktor“, schreibt Munster an Kunden des Brokerhauses. Vielmehr könnte letztlich doch eine andere Unternehmenssparte betroffen sein: „Langfristig könnte es beim Mac zu einer Kannibalisierung kommen, der Effekt wäre aber minimal.“

Davon scheint aktuell tatsächlich noch keine Spur erkennbar zu sein: Allein im April konnte die Traditionssparte des kalifornischen Computerpioniers nach Erhebungen der NPD Group gegenüber dem Vergleichmonat des Vorjahres um stolze 39 Prozent zulegen. Munster rechnet nunmehr mit 3,1 bis 3,2 Millionen verkauften Macs  und 9 bis 10 Millionen abgesetzten iPods in Juni-Quartal.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige