Schlottau fordert Vermarktungs-Allianz

Die Stimmen für weit reichende Kooperationen mehren sich. So spricht sich neben Burda-Vorstand Philip Welte auch der ehemalige Spiegel-Vermarktungschef Christian Schlottau, im Branchen-Magazin Horizont, für mehr Zusammenarbeit unter den Medienhäusern aus. Schlottau plädiert für einen gemeinsamen "Print Marketing Service" von mittleren Verlagshäusern, der sich an den Radio-Verbund RMS orientieren sollte.

Anzeige

Nur so könnten Häuser wie Bauer, Spiegel, Handelsblatt, Jalag und Klambt gegen die Top-Player Springer, G+J und Burda bestehen.

Aber auch innerhalb der vermeintlichen Groß-Verlage setzt sich das Bewusstsein durch, dass man mehr zusammen- als gegeneinander arbeiten sollte. So fordert Welte in derselben Horizont-Ausgabe, dass die Medienhäuser ihre Kräfte "übergreifend bündeln und konzentrieren" sollen. "Wir müssen kooperieren und kollaborieren, anstatt unsere Energie in Verteilungskämpfen untereinander zu vergeuden.“

Weiter sagte Welte: „Wir reagieren auf die Neue Realität unseres Marktes, also: die durchaus dynamische Erosion unseres Stammgeschäftes in Folge der Digitalisierung, oft mit fast suizidärer Leichtsinnigkeit. Um einen wunderbaren Film zu zitieren: Wir stürmen mit dem Klappmesser in eine Schießerei."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige