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Agenturen-Streit: ddp schlägt zurück

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) klagt gegen den Konkurrenten die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Beim Landgericht Frankfurt ging nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung eine Klage ein, wonach der ddp fordere, dass die dpa ihre Verträge ändern soll, da einzelne Klauseln den Wettbewerb behindern würden.

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Die Vertragspartner der dpa sind laut Süddeutsche Zeitung durch diese Klausel dazu verpflichtet, zwölf Monate vor Ablauf der Vertragszeit zu kündigen, andernfalls verlängere sich die Laufzeit um weitere fünf Jahre. "Es dürfte keinen anderen Dienstleister in Deutschland geben, bei dem sich  ein ohnehin schon fragwürdiger Fünfjahresvertrag um noch einmal fünf Jahre verlängert, wenn sie nicht rechtzeitig kündigen", so Wolfgang Zehrt, Sprecher der Agenturgruppe DAPD (ddp plus AP-Tochter). Diese Verträge verschärften nach seiner Ansicht schwierige Situation, in der sich die Printmedien aktuell befinden. Des Weiteren sei es den dpa-Kunden nicht möglich, sich nach "günstigeren Anbietern" umzusehen.

Die Deutsche Presseagentur und der Deutsche Depeschendienst liegen nicht zum ersten Mal im Streit. Im Frühjahr verklagte die dpa den ddp auf Unterlassung, damit dieser nicht weiter behaupten dürfe, die dpa sei ein Monopolist und operiere mit sittenwidrigen Vertragslaufzeiten. Des Weiteren rief die dpa das Kartellamt an, um zu prüfen, ob die Übernahme des deutschen AP-Dienstes durch den ddp wettbewerbswidrig ist.

"Wir sehen das mit großer Gelassenheit",  kommentierte dpa-Sprecher Justus Demmer die Klage des ddp gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

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