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Markenstreit: WePad heißt jetzt WeTab

"Alles neu macht der Mai..." So blumig umschreibt die Berliner Agentur Neofonie eine neuerliche Blamage rund um die an Merkwürdigkeiten reiche Kampagne für ihren deutschen Tablet-PC, der in diesem Jahr auf den Markt kommen soll: Der Markenname ist schon vor dem Start Geschichte. Statt WePad heißt der angebliche Wunder-PC nun WeTab. Das Ganze ist offenbar die Reaktion auf eine rechtliche Intervention von Apple, das die Ähnlichkeit mit der geschützten Marke iPad monierte. Neofonie sagt dazu nichts.

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Auf der Facebook-Seite von Neofonie heißt es, adressiert an "Liebe Freunde", lediglich: "Im Zuge der Umbenennung des WePad in WeTab gestalten wir heute die gesamte Außenkommunikation entsprechend um. Auch diese Fanpage bekommt in wenigen Minuten einen neuen Namen und ist dann unter facebook.com/wetab erreichbar. Ihr bleibt automatisch Mitglieder und wir hoffen, Ihr bleibt auch Fans des WeTabs. Das Tablet bleibt das Gleiche, nur der Name ändert sich. Wir wollen die angenehm offene Kommunikation in dieser Community gerne aufrecht erhalten, müssen euch aber bitten, hier keine Beiträge zu posten, die einen unserer Wettbewerber ‚bashen‘."
Ergänzt von einem fröhlichen "Viel Spaß hier weiterhin, Euer WeTab-Team" hüllt sich das Unternehmen über die Hintergründe in Schweigen. "Warum die Änderung? Probleme mit Apple?" hieß es in einem der ersten Kommentare zur Neofonie-Meldung. Als sich immer mehr kritische und fragende Kommentare häuften, passierte um 14.35 Uhr Folgendes: Der Beitrag in eigener Sache ging offline, um ihn zehn Minuten später wieder online zu stellen – allerdings ohne die zuvor geposteten Kommentare.
Die Nutzer reagierten verärgert, etwa so: "Wieso werden hier Beiträge gelöscht??? Zensur??? WeZensieren oder wie???" All das trägt nicht gerade dazu bei, Vertrauen für das ambitionierte Produkt der Berliner zu schaffen, mit dem diese im vielversprechenden Markt der Tablets mitmischen wollen. Man könnte auch den alten Fußballerspruch bemühen: Es gibt Tage, da hat man einfach kein Glück. Und bei Neofonie kommt dann auch noch Pech dazu.

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