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Brender kritisiert Intendanten-Wahl des BR

Der frühere ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat sich verwundert über die heute anstehende Wahl des Regierungssprechers Ulrich Wilhelm zum Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR) gezeigt: "Vom Regierungssessel auf den Intendantensessel ohne irgendein Zwischending, ohne eine Zeit der Erholung, der Keuschheit, das ist für mich schon hoch erstaunlich", sagte Brender in einem Gespräch mit Radio Bremen. Er findet auch "verwunderlich, dass sich Empörung nur so gezügelt zeigt".

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Tatsächlich hat die Entscheidung des BR für den langjährigen Sprecher für CDU- und CSU-Regierungen nicht annähernd so viel Wirbel ausgelöst wie die Vorgänge um Brender selbst, dessen Vertrag als Chefredakteur des ZDF bekanntlich auf Betreiben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) nicht verlängert wurde.
Auch Brender zog die Qualifikation Wilhelms nicht in Zweifel ("er ist ein sehr honoriger Mann"), gab aber zu bedenken, dass der Fall Kritikern recht gebe, "die von der Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sprechen". Eben dieser Einfluss des Staates ist im Fall Brender diskutiert worden und steht wahrscheinlich vor der Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht.
Das Gespräch mit Brender im Bremer Presse-Club wird am 9. Mai ausgestrahlt, ist auf der Webseite aber bereits als Audio-Stream verfügbar.

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