Urteil: Bauer verliert gegen DJV und Ver.di

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) und Ver.di haben sich vor dem Landgericht Hamburg gegen die Heinrich Bauer Achat KG durchgesetzt: Die Richter erklärten die aktuellen Formularverträge zwischen dem Verlag und seinen freien Fotografen für rechtswidrig und damit unwirksam.

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Besonders die von Bauer gestellten Honorarbedingungen entsprechen nicht dem geltenden Recht. Diese beinhalten unter anderem, dass durch das einmalige Entgeld die Rechte und Leistungen der Fotografen in Objekten der Bauer Media Group pauschal abgegolten waren. Darüber hinaus war bisher auch die Verwendung von Fotos durch Bauer in "unbekannten Nutzungsarten und die Nutzung durch kooperierende Dritte" damit pauschal bezahlt. Auch dies sei nach Auffassung des Gerichts nicht zulässig.

"Das Urteil bestätigt erneut das Recht der Journalisten, angemessen honoriert zu werden", kommentiert der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Die dju-Geschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen hofft auf eine Signalwirkung: "Honorarbedingungen, die die Rechte von Journalistinnen und Journalisten schmälern und ihnen unangemessen Risiken aufbürden, haben keine Chance mehr.“

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