Urteil: RapidShare haftet nicht für Nutzer-Uploads

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf hat entschieden, dass die File-Hosting-Plattform RapidShare nicht für das Fehlverhalten seiner Nutzer rechtlich belangt werden darf. RapidShare-Anwalt Daniel Raimer bezeichnete den Richterspruch als "richtungsweisend."

Anzeige

Das Urteil kommt etwas überraschend, denn in mehreren anderen Gerichtsverfahren wurde bereits gegenteilig entschieden. Ausschlaggebend für das Verfahren war laut basicthinking.de die Klage eines Schweizer Rechteinhabers, der Rapidshare in der Pflicht sah, illegales Filesharing seiner User zu unterbinden. Das Richterurteil besagte jedoch, dass RapidShare weder an der illegalen Vervielfältigung von Filmen und Musik beteiligt sei noch würden diese Dateien auf einer Plattform öffentlich zum Download angeboten. Der Nutzer allein bestimmt, wem er die Links zu seinen Dateien zukommen lässt.

Die Suche nach Lösungsansätzen gegen das illegale Verbreiten von Dateien über RapidShare gestaltete sich jedoch schwierig. Weder Wortfilter noch die Zurückverfolgung auffälliger Nutzer über die IP-Adresse seien möglich. Auch die Forderung nach einer händischen Entfernung aller illegalen Inhalte sei kaum realisierbar. Das Gericht kam daher zu dem Urteil, dass die RapidShare AG ausreichende Schutzmaßnahmen vornehmen würde.

RapidShare-Gründer Christian Schmid freut sich über das Urteil: "Das Gericht bestätigt damit, dass RapidShare nicht für Uploads seiner Kunden haftet. Das Urteil zeigt, dass die Versuche, unser Geschäftsmodell als illegal zu brandmarken, langfristig keinen Erfolg haben werden."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige