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Top-100-Siegel: Landgericht München weist EV ab

Das Landgericht München hat heute eine einstweilige Verfügung des Modernen Zeitschriftenvertriebs (MZV), einem Gemeinschaftsunternehmen der WAZ-Gruppe und der Hubert Burda Media, gegen den Bauer-Verlag abgewiesen. Das vermeldet Horizont.net. Gegenstand des Antrags war Bauers umstrittene Top-100-Siegel-Aktion.

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Bereits am vergangenen Montag erwirkte die G+J-Vertriebstochter Deutscher Pressevertrieb (DPV) eine einstweilige Verfügung vor dem Hamburger Landgericht gegen den Bauer Verlag. Demnach dürfen die Hamburger das Top-100-Siegel nicht mehr in der bisherigen Form auf 26 Zeitschriftentiteln drucken. Des Weiteren dürfe Bauer die Presse-Grossisten nicht mehr dazu aufrufen, an der Aktion teilzunehmen. Daraufhin veränderte Bauer das Siegel.

Das Münchner Landgericht entschied heute nun gegenteilig. "Wir hatten, ebenso wie andere Verlage, beantragt, dass die Top 100-Liste im Grosso nicht weiter verwendet wird, mussten aber in der mündlichen Verhandlung feststellen, dass sich die dortige Kammer mit der rechtlichen Einordnung – der Neutralitätsverpflichtung – äußerst schwer getan hat", so Michael Imhoff, Geschäftsführender Gesellschafter  beim MZV auf Anfrage von Horizont.net. Weitere rechtliche Schritte seien jedoch nicht geplant, da das Landgericht Hamburg bereits "in unserem Sinne" entschieden habe, so Imhoff weiter.

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