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BDZV: Verlage glauben an Paid Content

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) versucht weiter, Optimismus für Bezahlmodelle im Internet zu schüren. Jedes fünfte Zeitungshaus rechnet laut einer Studie damit, dass in den kommenden drei Jahren mit Paid Content bis zu 40 Prozent des Umsatzes mit digitalen Medien erwirtschaftet wird. Wichtig für den Erfolg sei ein differenziertes Angebot für unterschiedliche Nutzergruppen, erläuterte Strategieberater Robin Meyer-Lucht. Generell werde die Zahlungsbereitschaft der Netz-Nutzer unterschätzt.

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Für die vom BDZV in Auftrag gegebene Studie befragten die Medienberater Katja Riefler und Robin Meyer-Lucht Entscheider in 124 deutschen Verlagen. "Die Tendenz ist eindeutig, die Verlage glauben an Bezahlinhalte im Netz und auf mobilen Endgeräten", kommentierte Riefler ihre Ergebnisse.
Künftig sollen Verlage zwischen 20 und 30 Prozent ihrer Online-Umsätze mit bezahlten Inhalten generieren. Mehr als die Hälfte der deutschen Zeitungshäuser unterhält bereits solche kostenpflichtigen Angebote im Netz; weitere 25 Prozent planen dies. Vor allem mobile Anwendungen, wie Apps für das iPhone, stehen bei gut 40 Prozent der Verlage im Fokus der Paid-Content-Strategie.
Meyer-Lucht betonte, es müsse den Verlagen vor allem gelingen, aus gelegentlichen Website-Besuchern regelmäßige User zu machen. Derzeit seien 15 Prozent der Nutzer für rund 75 Prozent der Seitenaufrufe auf den Verlagswebsites verantwortlich.
"Die Verlage haben bereits beeindruckende Reichweiten im Netz. Die Zahl der Unique User liegt bei 40 Prozent, daraus müssen die Verlage nun ein Stammpublikum machen", ergänzte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung. Dann würden kostenpflichtige Internetangebote auch noch stärker als bisher angenommen.

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