DJV: Gedenken an getötete Journalisten

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat dazu aufgerufen, der getöteten Journalisten in aller Welt zu gedenken. Nach Angaben des International News Safety Institute (INSI) kamen in den letzten vier Jahren 500 Medienmitarbeiter bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben.

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Davon werden weniger als 20 Prozent strafrechtlich geahndet. Das für Journalisten gefährlichste Land ist nach Angaben des DJV der Irak.
"Durchschnittlich zwei getötete Journalisten pro Woche sind eine furchtbare Realität, die wir nicht aus dem Blick verlieren dürfen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Eine gute Vorbereitung von Journalisten auf den Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten ist eine wichtige Voraussetzung für den Job. Aber die Liste der getöteten Kollegen zeigt: Wo Journalisten nicht mehr als unabhängige Beobachter akzeptiert werden, kann es jeden von ihnen treffen."
Konken erneuerte seinen Appell an das Auswärtige Amt, im UN-Sicherheitsrat auf die Durchsetzung von dessen Resolution 1738 aus dem Jahr 2006 zu drängen, die den wirksamen Schutz von Journalisten in Krisengebieten vorschreibt. "Resolutionen taugen nur etwas, wenn auf sie auch Taten folgen." Zwei tote Journalisten pro Woche dürften nicht der Preis für die sekundenschnelle weltweite Verfügbarkeit von Nachrichten sein. "An die Todeslisten der Korrespondenten dürfen wir uns nicht gewöhnen."

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