Linda de Mol: Callboy als Abo-Prämie

Tasche oder Gigolo? Die einstige RTL-Moderatorin Linda de Mol ("Traumhochzeit") steht wegen einer pikanten Prämie für ihre Zeitschrift Linda in der Kritik. Für ein Jahresabo des niederländischen Lifestyle-Magazins bekommt die Leserin für 68 Euro nicht nur das Heft ins Haus geliefert, sondern, mit etwas Los-Glück, auch den Callboy dazu. Wer den Escort-Dienst nicht will, erhält eine Handtasche. Die Aktion stößt in den Niederlanden auf heftige Kritik: Die 45-Jährige wurde u.a. als "Zuhälterin" beschimpft.

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In der aktuellen, 69. Ausgabe des Magazins ist Fremdgehen das Oberthema. De Mol hat sich für das Cover nur mit Spitzen-BH und Bettlaken bekleidet ablichten lassen. Im Hintergrund posiert der vermeintliche Seitensprung in Form eines nackten muskulösen Männerkörpers. Für 5,50 Euro ist das monatlich erscheinende Heft im Handel zu haben.
Beim Abschluss eines Jahresabos von Linda spart die Leserin zwar nicht wirklich Bares, aber den Weg zum Kiosk, und kann sich zusätzlich über "attraktive" Prämien freuen: Beim Gewinnspiel werden insgesamt 25 zweistündige Treffen mit Gigolos verlost. Nach Angaben des Magazins haben diese einen Wert von jeweils 450 Euro. Wer darauf verzichtet kann, bekommt eine Handtasche. Die Aktion läuft bis zum 17. Mai.
Die Prostituierten-Organisation "Vakwerk" ist verärgert über die PR-Strategie ihres niederländischen Vorzeigegesichts und soll de Mol "mehr oder weniger als Zuhälterin" bezeichnet haben, wie übereinstimmende Medienberichte vermeldeten. Andere sollen die Äußerung abgegeben haben, dass de Mol sich mit der Aktion rächen wolle, weil sie selbst von ihrem Ex-Lebensgefährten betrogen wurde.
Doch die Moderatorin lässt die Kritik bisher noch kalt. "Männer, die für Sex bezahlen, das ist die normalste Sache der Welt. Aber wir Frauen wollen auch ab und zu einen guten und unverbindlichen Partner", erklärte sie sich gegenüber dem Berliner Kurier.
Ob de Mol mit der Gigolo-Prämie den Verkauf des Magazins anheizen kann, ist ungewiss. Dennoch schafft sie mit der Aktion Synergien: Die Treffen mit den Gigolos sollen als Geschichten in das Blatt einfließen – wenn gewollt, auch in anonymisierter Form.
Derzeit zählt das monatlich erscheinende Heft nach eigenen Angaben 50.000 Abonnenten und verkauft durchschnittlich 159.579 Exemplare. Damit soll Linda das verkaufstärkste Hochglanz-Magazin der Niederlande sein. Chefredakteurin des Blattes ist neben de Mol Jildou van der Bijl.

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