DJV kündigt Zeitschriften-Tarifvertrag

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat den Tarifvertrag der Zeitschriften-Redakteure zum 31. Juli 2010 gekündigt. Ein entsprechendes Schreiben erreichte den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Vorab hatte sich die Gewerkschaft für eine Gehaltserhöhung ausgesprochen und diese mit der Teuerungsrate begründet. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring forderte die Zeitschriftenverleger dazu auf, zügig über einen neuen Vertrag zu verhandeln und den vom VDZ gekündigten Manteltarif neu abzuschließen.

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Ende 2009 hatte der VDZ den Manteltarif gelöst. "Die extreme wirtschaftliche Lage bei den Verlagen insbesondere im Anzeigengeschäft zwingt uns auch tarifpolitisch zu besonderen Maßnahmen", erklärte VDZ-Justitiar Dirk Platte den Schritt damals.
"Wir lassen nicht zu, dass die Verlagsmanager die Krise auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen zu bewältigen versuchen", sagte Döhring. "Die jüngsten Zahlen belegen, dass sich die Bedingungen der Zeitschriften stabilisiert haben. Ein moderater Anstieg der Redakteursgehälter ist wirtschaftlich vertretbar."
Zum 1. August wird die Kündigung des Tarifvertrages wirksam. "Unsere Kolleginnen und Kollegen haben ein Anrecht auf tarifliche Sicherheit. Die Forderungen der Verleger nach Tarifabsenkungen scheitern auch künftig am Nein der Gewerkschaften", sagte Döhring. "Die Abwertung eines ganzen Berufsstandes machen wir nicht mit."
Die für die Verlage nicht einfachen Zeiten seien am besten durch konstruktives Miteinander der Tarifpartner zu meistern, Extrempositionen würden dem aber nicht gerecht.

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