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Neue Details zum Aust-Magazin

Die Berliner Zeitung und das PDF-Magazin ViSdP berichten weitere Details zu dem neuen Wochenmagazin von Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust. Demnach soll das Heft in einem großen Format erscheinen, ähnlich wie Gruners Gala. Der Heftpreis soll bei drei Euro liegen und es soll eine iPad-Ausgabe geben. Auch eine Entscheidung über den Namen sei gefallen. Obwohl es noch kein endgültiges Go von Axel Springer gibt, gilt der Großverlag als gesetzter Partner. Ob sich die WAZ beteiligt, sei dagegen noch unklar.

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Der Essener Zeitungskonzern hat zwar die Entwicklung des Projekt bisher bezahlt, habe mittlerweile aber kalte Füße bekommen, schreibt die Berliner Zeitung. Nun gibt es die Möglichkeiten, dass die WAZ eine Minderheitsbeteiligung behält oder aber sich ihre Investitionen zurückzahlen lässt. Der Name für das Aust-Magazin stehe mittlerweile auch fest, laute aber nicht Die Woche. Die Rechte an diesem Namen liegen ohnehin noch bei der Verlagsgruppe Ganske, die einst Manfred Bissingers Zeitung Die Woche herausbrachte. Stattdessen, so die Berliner Zeitung, soll das Magazin einfach nur Woche plus die aktuelle Zahl der Kalenderwoche heißen. Ein Datum als Titel dürfte schwerlich rechtlich zu schützen sein.

Die Berliner Zeitung berichtet auch über die geplante Heftstruktur. So soll zu Beginn eine große Titelgeschichte stehen, danach folgten die Ressorts Leute, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. Jedes Ressort habe bis zu drei Seiten mit kleinen Meldungen vorangestellt. Soweit handelt es sich um ein klassisches Magazin-Konzept. Laut ViSdP soll das Layout wesentlich großzügiger und zugänglicher sein als bei Spiegel und Focus. Verantwortlich für die optische Gestaltung ist der bekannte Hamburger Zeitschriftengestalter Uwe C. Beyer. Auch sollen die Texte weniger detailverliebt sein als beim Spiegel und schneller auf den Punkt kommen.

Aust soll die Verknüpfung von TV- und Print-Reportagen mit Tablet-Inhalten vorschweben. Angeblich hat er mit diesem trimedialen Konzept Springer-Chef Mathias Döpfner begeistert. Ob für das neue Magazin das Sonntags-Vertriebsnetz von Springer genutzt werde, stehe noch nicht fest, sagte Aust in ViSdP. Wenn das Magazin Realität wird, und danach sieht es derzeit immer mehr aus, sollen 100 bis 120 Mitarbeiter es in Berlin produzieren. Ob es schon im Sommer soweit sei, hängt wohl von den Zusagen der Investoren ab. Neben Springer, Aust selbst und vielleicht der WAZ könnte auch noch ein bisher unbekannter weiterer Investor mit an Bord sein.

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