Einstweilige Verfügung gegen Zeit-Verlag

Im Disput mit dem Zeit-Verlag schalten die Journalistenverbände DJV und dju (Teil von ver.di) jetzt das Landgericht Hamburg ein. So haben die Gewerkschaften nun einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gestellt. Dem Hamburger Medienhaus soll "untersagt werden, von freien Journalistinnen und Journalisten die maßlose Einräumung der Rechte an ihren Texten zu verlangen", heißt es in der Erklärung.

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Die Journalistenverbände kämpfen gegen die neuen Autorenverträge der Wochenzeitung, in denen freie Journalisten akzeptieren sollen, dass für die weitere Nutzung ihrer Texte keine zusätzliche Honorierungen mehr fällig werden.

"Die Zeit schädigt ihre freien Mitarbeiter", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Zudem ärgert sich der Funktionär besonders über folgende Formulierung der Zeit-Geschäftsführung im Anschreiben an die freien Autoren: "Der Abschluss dieser Vereinbarung ist unabdingbare Voraussetzung des Verlages für eine Beauftragung von Autoren."

Der Hamburger Verlag bewertet die Sachlage komplett anders. "Freie Autoren sind für die Zeit wichtig, und es liegt uns sehr am Herzen, ihre Leistungen fair zu vergüten", sagt Verlagssprecherin Silvie Rundel gegenüber MEEDIA. "Wir sind der Auffassung, ihnen ein angemessenes Angebot gemacht zu haben. Dieses Angebot berücksichtigt, dass der exzellente Journalismus unserer freien Autoren heute auf mehreren Plattformen stattfindet. Hierfür benötigen wir eine Regelung, die für beide Seiten fair und unbürokratisch ist."

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