Tägliche Sportzeitung schon am Ende

Der Sport-Tag scheint als tägliche Sportzeitung bereits gescheitert zu sein. Nur vier Wochen nach dem Start des Blattes wird die Erscheinungsweise der Zeitung auf wöchentlich umgestellt. Das Blatt soll künftig nur noch jeweils am Montag auf den Markt kommen. Die nächste Ausgabe soll zudem erst am 3. Mai erscheinen, bis dahin legt Der Sport-Tag eine Pause ein. Als Gründe nennt Verleger Michael Hahn, dass die "Verluste begrenzt" werden sollen und das "Geld in die Neupositionierung investiert" werden solle.

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"Grundsätzlich war Der Sport-Tag auf flächendeckende deutschlandweite Verbreitung ausgelegt. Da im Moment auf Grund fehlender Druckstandorte nicht absehbar ist, wann diese Flächendeckung erreichbar ist, wurde das tägliche Erscheinen eingestellt, um die Verluste zu begrenzen und das Geld in die Neupositionierung zu investieren", so Hahn gegenüber MEEDIA. Die Pressemitteilung des Verlages ergänzt: "Wegen fehlender Druckstandorte in Bayern, Baden-Württemberg, Rhein-Main und den neuen Bundesländern" (ist) "die flächendeckende Verbreitung derzeit noch nicht zu gewährleisten. Die bundesweite tägliche Verfügbarkeit der Zeitung ist aber Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg." Die Nachfrage und Resonanz der Leser sei allerdings vorhanden, sodass das Projekt Sport-Tag noch nicht beendet werden soll.

Das Konzept soll auch mit der wöchentlichen Erscheinungsweise beibehalten werden, also Aktuelles und Hintergründe zum Fußball und anderen Sportarten. Die wöchentliche Ausgabe soll laut Hahn über mindestens 64 Seiten verfügen und mehr als die bisherigen 50 Cent kosten. Und: "Der Start wird mit TV-Spots begleitet", so der Verleger. "Die Redaktion kann vollständig weiterarbeiten, sofern der einzelne nicht andere Pläne hat". Zudem hält der Verleger an seinen täglichen Plänen fest: Sobald die Druckkapazitäten ausgeweitet seien, solle der tägliche Erscheinungsrhythmus wieder aufgenommen werden – spätestens zum Start der kommenden Bundesliga-Saison. Selbst wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, muss sich das Blatt allerdings bis dahin einen neuen Untertitel überlegen. Denn: "Die tägliche deutsche Sportzeitung" ist ja nun erstmal Vergangenheit.

Der Sport-Tag war Mitte März sehr überraschend an den Start gegangen – zunächst in Berlin, später auch in Hamburg, Hannover, Bremen und NRW. Das ebenso plötzliche Aus als tägliche Zeitung dürfte zeigen, dass die finanziellen Verluste zu schnell wuchsen. Der Sport-Tag erscheint in der SIM Verlagsgesellschaft des Verlegers Michael Hahn, der u.a. Programmzeitschriften wie Nur TV gegründet hatte.

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