„DSDS“: Mehrzad Marashi Superstar

Die RTL-Zuschauer haben Mehrzad Marashi zum neuem Superstar gewählt. Damit hat es die Bild geschafft, ihren Kandidaten durchzudrücken. In der Samstagsausgabe hatte das Boulevard-Blatt noch zur Wahl von Mehrzad Marashi aufgerufen. Bei der Finalshow fehlte Nina Eichinger in der Jury. Wegen der Aschewolke und der daraus resultierenden Sperrung des Luftraums, blieb die 28-Jährige in Los Angeles hängen. Für sie sprang Sylvie van der Vaart ein, die als „Let's Dance“-Jurorin nicht aus Köln wegkam.

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Durch den Frauentausch saßen mit Dieter Bohlen und Sylvie van der Vaart auf der "DSDS"-Schiedsrichterbank auf einmal fast das komplette Kritiker-Team von "Das Supertalent".
Der personelle Frauentausch am Jurytisch fiel allerdings auch in der Finalshow kaum auf. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bereits die gesamte "DSDS"-Staffel abzeichnete: Noch nie spielte Dieter Bohlen eine kleinere Rolle, wie in der abgelaufenen Auflage von "Deutschland sucht den Superstar". Bislang war das Format in Deutschland immer die Dieter-Ego-Show. Doch diesmal konnte Bohlen sagen was er wollte, es stand etwas ganz anderes im Vordergrund: die Soap-Elemente.
Der Streit unter den Kandidaten, ihre Drogen- und -Knastprobleme wurden von der Produktion so stark in den Vordergrund gespielt, wie noch nie. So gesehen hatte die abgelaufene "DSDS"-Staffel vor allem einen Gewinner: die Bild. Über Monate hinweg lieferten die Kandidaten – allen voran Menowin Fröhlich – eine Schlagzeile nach der nächsten. Selten hat das alte Erfolgsduo RTL/Bild so reibungslos gesurrt, wie in den ersten Monaten des Jahres 2010. 
Im Finale sangen die beiden Kandidaten erst ihre stärksten Stücke der abgelaufenen Serie. Zum Abschluss gab es dann noch die neue Sieger-Single "Don’t Believe". Die Bohlen-Komposition wäre eigentlich in der kommenden Woche die sichere neue Nummer eins.
Doch es firmiert sich eine Gegenbewegung. Eine StudiVZ-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Klassiker “Stairway to Heaven” von Led Zeppelin statt der neuen Superstar-Nummer die Spitzenposition erklimmt. Die Gruppe hat mittlerweile 138.000 Mitglieder.
Die Idee ist aber nicht neu. Kurz vor Weihnachten kam es in England zu einer ähnlichen Aktion. Dort sollte der Triumph des Gewinners der UK-Castingshow X-Faktor verhindert werden. Das gelang: Stattdessen sorgten die Web-Aktion dafür, dass der „Rage Against the Machine“-Klassiker „Killing In The Name“ die Charts über die Feiertage anführte.
Im Vergleich zur VZ-Gruppe organisierten sich die Engländer via Facebook. Vzlog.de schätzt, dass in der Woche vom 23. bis zum 29. April die DSDS-Protestler mindestens 50.000 Käufer für das Led Zeppelin-Stück brauchen.

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