Google hat 27 Milliarden in der Kriegskasse

Showdown nach Handelsschluss: Der Internetkonzern Google hat an der Wallstreet Geschäftszahlen für das abgelaufene erste Quartal vorgelegt. Das Zahlenwerk gefiel auf den ersten Blick: Google konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowohl Umsatz als auch Gewinne zweistellig steigern und dabei die Erwartungen der Analysten knapp schlagen. Dennoch tauchte die Aktie nach Handelsschluss ab und verlor fast 5 Prozent an Wert. Die Erwartungen an den Mega-Konzern scheinen unermesslich.

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Die Geschichte wiederholt sich: Ein weiteres Mal hat Google bei Vorlage der Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Internetsuchmaschine ihre Umsätze zwischen Januar und März dieses Jahres um 23 Prozent auf 5,06 Milliarden Dollar steigern. Analysten hatten mit 4,93 Milliarden Dollar gerechnet. Mit Traffic-Akquisitionskosten lagen die Umsätze bei 6,77 Milliarden Dollar.    

Auch die Gewinne entwickelten sich weiter prächtig: Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um beachtliche 36 Prozent auf 1,96 Milliarden Dollar nach 1,42 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen stieg der Gewinn nach Non-GAAP-Bilanzierungsstandard gar auf 2,78 Milliarden Dollar oder 6,76 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 2,7 Milliarden oder 6,56 Dollar je Aktie gerechnet.

Geschäft mit Nexus bereits profitabel

Nebenbei verriet Google im anschließenden Conference Call, dass das eigene Smartphone Nexus One bereits nach wenigen Monaten ein profitables Geschäft sei – etwas überraschend, da die Verkaufszahlen des vermeintlichen iPhone-Konkurrenten meist als enttäuschend gewertet werden. Das Cash-Polster wächst zudem beständig an und ist nach dem Nettozufluss von zwei weiteren Milliarden bereits auf 27 Milliarden Dollar angeschwollen.

Obwohl die Haare in der Suppe fehlten, schickten Aktionäre die Anteilsscheine von Google nach Börsenschluss um fast 30 Dollar oder 5 Prozent auf 566 Dollar nach unten – das klassische Sell-on-the-News-Phänomen griff wieder einmal. Google-CEO Eric Schmidt blieb dem Conference Call zudem entgegen der Tradition fern.       

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