Welt verliert 5%, Handelsblatt 6%

Die großen überregionalen Tageszeitungen haben im ersten Quartal 2010 im Durchschnitt 1,6% ihrer Vorjahres-Auflage verloren. Das zeigen die am Mittwoch veröffentlichten IVW-Zahlen. Besonders bitter sah es dabei für das Duo Welt/Welt kompakt, sowie für das Handelsblatt aus, die 4,8% bzw. 6,3% ihrer Verkäufe einbüßten. Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen ist der Aufstieg der Zeit vorerst gestoppt: Mit einem Mini-Minus von 0,5% bleibt das Blatt aber über der 500.000er-Marke.

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139.620 mal verkaufte sich das Handelsblatt im ersten Quartal durchschnittlich – weniger war es in einem ersten Quartal im 21. Jahrhundert noch nie. Wie auch bei allen anderen am Mittwoch vorab vom VDZ veröffentlichten IVW-Auflagen muss allerdings dazu gesagt werden, dass noch keine Details zum Einzelverkauf, der Abo-Entwicklung, den Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen vorliegen. Es kann also durchaus sein, dass Titel vor allem wegen abgebauten Bordexemplaren oder ähnlichen Entwicklungen verloren haben. Die detaillierten Zahlen mit Bewertung gibt es dann in der kommenden Woche wie immer bei MEEDIA.

Die Welt und Welt kompakt verloren gemeinsam 4,8%, die Financial Times Deutschland büßte 1,1% ein und die F.A.Z. 0,3%. Zulegen konnten die tageszeitung (+1,3%) und die Süddeutsche Zeitung (+0,2%). Die SZ führt das Feld der überregionalen Nicht-Boulevard-Blätter damit weiter unangefochten an: Mit 445.822 Verkäufen liegt sie vor F.A.Z. (367.983) und dem Welt-Duo (256.185).

Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen gewann vor allem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die sich um 1,9% auf 343.877 verkaufte Blätter steigerte. Die Welt am Sonntag behauptete sich mit einem Mini-Plus von 0,1% bei nun 402.326 abgesetzten Zeitungen, Die Zeit verlor wie angedeutet 0,5% und kommt nun auf 503.110 Verkäufe.

Nachtrag: Inzwischen liegen MEEDIA auch die Zahlen von Bild und Bild am Sonntag vor. Bild verlor (montags bis samstags) 4,5% gegenüber dem ersten Quartal 2009 und liegt nun bei 3.014.102 verkauften Exemplaren, für Bild am Sonntag ging es um 6,8% nach unten – auf nun 1.509.618 abgesetzte Zeitungen pro Woche.

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