ROG veröffentlicht Liste der „Feinde des Internets“

Pünktlich zum zweiten 'Tag der Internetzensur' bringt Reporter ohne Grenzen eine Liste heraus, aus der hervorgeht, welche Länder als besonders internetfeindlich einzustufen sind. Wie im vergangenen Jahr finden sich unter diesen zwölf Ländern unter anderem China, Kuba, Syrien, Saudi-Arabien und Birma.

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"Das Internet hat sich zu einem Austragungsort des Kampfes um den Zugang zu freien Informationen entwickelt", so die Pressemeldung von Reporter ohne Grenzen. Immer mehr Staaten versuchen, ihre Macht über das Web zu verstärken. In den besagten zwölf internetfeindlichen Ländern würden nach Angaben der Organisation zum Schutz der Medien- und Meinungsfreiheit "unliebsame Internetnutzer systematisch verfolgt und oft mit großem technischen Aufwand zensiert." Damit entwickle sich das Internet in einigen Ländern immer mehr zu einem Intranet.
China hat nach offiziellen Angaben das technologisch am weitesten entwickelte Internetkontrollsystem. Dies ermöglicht es der Regierung, ungeliebte Webinhalte zu zensieren oder durch technische Störoffensiven mögliche politische Proteste zu verhindern.
Zusätzlich zur Liste der ‚Feinde des Internets‘ werden einige weitere Staaten von ROG unter ‚Beobachtung‘ gestellt, darunter fallen beipielsweise Russland oder die Türkei. Grund hierfür ist, dass die Möglichkeit besteht, dass Zensurmaßnahmen vorgenommen werden könnten. In Russland gibt es nach ROG deultiche Anzeichen dafür, dass die "Internetfreiheit zunehmend durch die Regierung beschnitten wird." So wurden im vergangenen Jahr mehrere Blogger inhaftiert.
Insgesamt 60 Staaten übten nach ROG im letzten Jahr Internetzensur aus. Fast 120 Blogger sitzen derzeit weltweit in den Gefängnissen, 72 allein in China.

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