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Microsoft: Mit Doppel-Kin ins Handy-Geschäft

Tatsächlich: Der wertvollste Software-Konzern der Welt folgt der Herde. Wieder einmal schickt sich Microsoft an, in einem Boom-Segment mit einem eigenen Produkt nachzuziehen. Diesmal im Visier: Die stark wachsende Mobilfunkbranche. Fast drei Jahre nach dem US-Debüt des iPhones und mehr als ein halbes Jahrzehnt nach dem Durchbruch des Blackberrys zieht der Windows-Anbieter mit zwei eigenen Smartphone-Modellen, Kin One und Two, nach. Die sorgen jedoch in der US-Techbranche für Kopfschütteln.

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Tatsächlich: Der wertvollste Software-Konzern der Welt folgt der Herde. Wieder einmal schickt sich Microsoft an, in einem Boom-Segment mit einem eigenen Produkt nachzuziehen. Diesmal im Visier: Die stark wachsende Mobilfunkbranche. Fast drei Jahre nach dem US-Debüt des iPhones und mehr als ein halbes Jahrzehnt nach dem Durchbruch des Blackberrys zieht der Windows-Anbieter mit zwei eigenen Smartphone-Modellen, Kin One und Two, nach. Die sorgen jedoch in der US-Techbranche für Kopfschütteln.

Microsoft hat es wieder getan. Nach der Xbox im Spielekonsolen-Markt, nach dem Zune im Bereich der MP-3-Player wird nun ein weiteres Hardware-Produkt aus Redmond in eine Boombranche geschickt. Oder genauer gesagt: gleich zwei. Ihre Namen: Kin One und Kin Two.

Was nach einem eher verunglückten Arbeitstitel klingt, wird in den USA tatsächlich schon ab Mai Realität. Dann nämlich erblicken die beiden zwei Smartphone-Modelle den US-Markt und werden vom landesweit größten Provider, Verizon, vertrieben.

Wie Google: Nach der Soft- die Hardware

Beide Modelle, die vom japanischen Elektronikkonzern Sharp hergestellt werden, kommen als Sidekick-Handys daher – also mit wegklappbarer Volltastatur unter dem Display. Das offenkundig abgespeckte Modell Kin One besitzt eine fast runde Form, die etwas an einen Eishockey Puck erinnert und wird mit einer 5-Megapixel-Kamera ausgeliefert, während der Smartphone-Bruder Kin Two im länglichen Querformat größer daherkommt und sogar mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgeliefert wird.

Gerade die zweite Version dürfte für den eigentlichen Einsatzzweck des mobilen Internets konzipiert worden sein. Telefonieren kann man mit den Kins zwar auch, aber vor allem fürs Social Networking dürften die Microsoft-Smartphones prädestiniert sein – zumindest nach Auffassung der Führungsriege aus Redmond.

"Es ist Zeit zu teilen", hieß die Microsoft-Veranstaltung schließlich nicht umsonst: Vor allem die "Generation Social Network" soll mit den Doppel-Kins angesprochen werden – die Facebook-, Twitter- und Foursquare-Heavy User. Die Daten werden dann auch ganz zweinullig in einer Wolke gespeichert und können bequem miteinander geteilt werden.

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"Alley Insider" konsterniert: Wir verstehen es nicht"     

Letztlich geht Microsoft damit denselben Weg wie Google. Der Internet-Gigant hatte Anfang des Jahres sein eigenes Handymodell Nexus One in den Markt geschickt und es als "Superphone" angekündigt. Der Schritt kam überraschend, zumal Google mit Android ein inzwischen weit verbreitetes mobiles Betriebssystem besitzt, das von Anbietern wie HTC, LG oder Motorola genutzt wird.

Dasselbe gilt auch für Microsoft, das mit seinem mobilen Betriebssystem Windows Mobile im Mobilfunkmarkt präsent ist und von Unternehmen wie HTC oder Samsung benutzt wird. Die eigene Handy-Umsetzung wird von den US-Technologiemedien indes scharf kritisiert: "Was in Gottes Namen hat sich Microsoft dabei gedacht?" wettert "Alley Insider"-Chefredakteur Henry Blodget. "Wir verstehen es nicht."     

Tatsächlich: Es bleibt so einiges rätselhaft bei den ersten Microsoft-Handys. Besonders negativ: Die Kins kommen gerade mal mit 4 bis 8 GB Speicher daher. Schlimmer noch: Apps, die den Erfolg des iPhones und anderer Smartphones erst ausmachen, werden nicht unterstützt. In Deutschkand soll das Gerät im Herbst auf den Markt kommen und von Vodafone vertrieben werden. 

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