Große TV-Produzenten leiden weniger

Die großen TV-Produzenten kommen in der Werbe-Krise gut zurecht, für die Kleinen wird es eng: Diesen Trend hat die FTD bei der weltgrößten Fernsehmesse Mip TV in Cannes ausgemacht. Der Münchner Jan Mojto etwa kann nicht klagen, wenn er gleichzeitig Prestigeprojekte wie "Hindenburg" (für RTL) produziert und viele alte Serien aus dem Archiv nachgefragt werden.

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Mojto, der auch vom Rechtehandel lebt, verzeichnet aus dem Ausland "eine unerwartete Nachfrage nach gut abgehangenen Staffeln der Rettungsschwimmer-Serie Baywatch". Viele Sender setzen auf ein billiges "Grundrauschen" (FTD) und ausgewählte Großprojekte.

Verlierer bei den um schätzungsweise 20 Prozent gesunkenen Etats der TV-Einkäufer sind kleinere Anbieter, die den Preisverfall nicht ausgleichen können. Ute Biernat, Chefin der Großfirma Grundy Light Entertainment, sieht aber auch für sich Grenzen der Effizienzsteigerungen: "Irgendwann geht es auf Kosten der Qualität".

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