Anzeige

IVW-Absturz: Qype tappte in Technikfalle

Der beste Content bringt nichts, wenn die Technik nicht mitspielt: Diese Erfahrung muss Qype gerade machen. Das erfolgsverwöhnte Hamburger Start-up hat mit seiner ersten großen Traffic-Krise zu kämpfen. Innerhalb von zwei Monaten stürzte die Empfehlungsplattform bei der IVW von 7,5 Millionen Visits auf nun 4,4 Millionen Visits ab. Im Web wird bereits spekuliert, dass Google die Seite massiv abgestraft hätte, aber dem widerspricht Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher gegenüber MEEDIA.

Anzeige

Der beste Content bringt nichts, wenn die Technik nicht mitspielt: Diese Erfahrung muss Qype gerade machen. Das erfolgsverwöhnte Hamburger Start-up hat mit seiner ersten großen Traffic-Krise zu kämpfen. Innerhalb von zwei Monaten stürzte die Empfehlungsplattform bei der IVW von 7,5 Millionen Visits auf nun 4,4 Millionen Visits ab. Im Web wird bereits spekuliert, dass Google die Seite massiv abgestraft hätte, aber dem widerspricht Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher gegenüber MEEDIA.

"Wir stehen in einem engen Dialog mit Google und obwohl ich nicht viel darüber sagen darf, gehe ich davon aus, dass wir nicht Opfer eines Google-Penaltys wurden," sagt Uhrenbacher.

Befeuert wird die Theorie, dass Qype von der Suchmaschine bestraft wurde, durch einer Analyse der SEO-Experten von Sistrix. Die Profis konnten ganz klar nachweisen, dass der von der IVW gemessene Traffic-Verlust in einem direkten Zusammenhang mit einer schlechten Google-Platzierung steht. Anders als der Qype-Gründer kommt Sistrix zu dem Schluss, dass es sich wohl um eine Penalty der Suchmaschine handelt.

"Wir haben im Januar die Seitenstruktur verändert, um eine bessere Benutzerführung zu erzielen", erklärt Uhrenbacher. "Unter anderem haben wir einen Kasten mit nicht sehr relevanten Links durch einen Kasten mit für den Nutzer sehr relevanten dynamisch erzeugten Links ausgetauscht. Wir gehen davon aus, dass diese Änderungen für den großen Traffic-Verlust verantwortlich waren." Obwohl die Hamburger bereits seit Wochen an der Behebung des Problems arbeiten, dauert es wohl noch Monate, bis Qype wieder sein altes Reichweiten-Niveau erreicht hat.

Der Traffic-Verlust der Empfehlungs-Plattform zeigt, dass viele Web-Companys unter zwei großen Abhängigkeiten leiden: Zum einen unter der Technik und zum anderen unter Google. Im Web ist längst die paradoxe Situation eingetreten, dass der beste Content nichts bringt, wenn die Technik nicht mitspielt bzw. wenn Goolge sich weigert, die Inhalte möglichst hoch zu listen.

Ein Problem, dass auch Uhrenbacher sieht: "Qype hat das Angebot mit dem wohl besten lokalen Content in Deutschland. Google würde sich selbst schaden, wenn sie diese Ergebnisse weiter hinten in ihren Trefferlisten zeigen würden. Alleine deshalb bin ich schon davon überzeugt, dass wir mittelfristig wieder die aktuelle Traffic-Delle ausgleichen können."

SEO-Experten würden Uhrenbacher wohl widersprechen. Denn wenn Qype tatsächlich gegen eine der Google-Regeln verstoßen hat, dann ist es der Suchmaschine herzlich egal, wie gut der Content ist. Sistrix glaubt, dass die Hamburger unter drei Hauptproblemen leiden: Einer "gewucherten Webseite", einem "miesen Linkbuilding" und "verkauften Rankings".

Über die Google-Unterwerfung will Uhrenbacher nicht jammern: "Die ist Realität. Wir sind genauso abhängig und unabhängig von Google wie alle anderen Web-Unternehmen auch."

Im Web kursiert allerdings noch eine weitere Version, warum das Empfehlungsportal von der US-Company abgewertet wurde. Die Traffic-Verluste liegen zeitlich recht nah am Bekanntwerden des Umstandes, dass Google über einen Qype-Kauf verhandelte. Uhrenbachers kurzer Kommentar zu dem Gerücht: "Das ist totaler Quatsch."

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige