Schmidt ohne Pocher noch schwächer

Rund ein Jahr ist es her, dass sich die Wege von Harald Schmidt und Oliver Pocher getrennt haben und das gemeinsame Late-Night-Experiment gescheitert ist. Doch läuft es für Schmidt ohne Pocher besser? Im Gegenteil! Schmidts Late-Night-Show läuft so schlecht wie nie zuvor, und das bei Jung und Alt gleichermaßen. Die bisherigen Ausgaben des Jahres 2010 sahen im jungen Publikum der 14- bis 49-Jährigen nur noch 0,39 Mio. Leute, der Marktanteil rutschte mit 5,9% sogar unter den ARD-Durchschnitt.

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Zum Vergleich: Im selben Zeitraum Januar bis April 2009 erreichten "Schmidt & Pocher" bei den 14- bis 49-Jährigen noch 0,52 Mio. Zuschauer und einen Marktanteil von 7,9%, also zwei Prozentpunkte mehr als Schmidt nun ohne Pocher. Die letzte Schmidt-Show, die einen zweistelligen Marktanteil erreicht hat, stammt schon aus dem Februar 2009 – und da war Pocher noch dabei. Schmidts Solo-Bestleistung liegt bei gerade mal 8,3% und wurde vor allem von einer sehr späten Sendezeit (23.50 Uhr) hervorgerufen. In der aktuellen Woche fiel Schmidt mit sehr schwachen 5,0% sogar auf den schlechtesten Wert des bisherigen Jahres.

Natürlich sind Einwände, für die ARD sei das junge Publikum weniger entscheidend als die Gesamtzuschauerschaft, durchaus berechtigt. Doch auch insgesamt geht es bergab. So schalteten in den Monaten Januar bis April 2009 noch 1,28 Mio. Leute "Schmidt & Pocher" ein, im bisherigen Jahr 2010 waren es bei "Harald Schmidt" nur noch 1,17 Mio., der Marktanteil brach von 8,9% um mehr als einen Prozentpunkt auf 7,8% ein. Zum Vergleich: Das Erste erreichte in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt 12,8%, also fünf Zähler mehr als Schmidt mit seiner Late-Night-Show.

Kleiner Trost für Schmidt: Seinem ehemaligen Kompagnon Pocher geht es bei Sat.1 bekanntermaßen noch schlechter: Er lag mit seinen 2010er-Shows im Gesamtpublikum bisher bei miserablen Werten von 1,03 Mio. und 4,2%. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte er mit 0,72 Mio. und 6,9% zwar bessere Zahlen als Schmidt, doch für Sat.1-Verhältnisse sind diese Zahlen dennoch eine Katastrophe. Glück hat das "Schmidt & Pocher"-Aus also beiden Protagonisten nicht gebracht.

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