Ausgeklingelt: Entlassungen bei Jamba

Im deutschen Medien-Business gibt es wohl keinen Geschäftszweig, der einen schlechteren Ruf hat, als die Klingeltonanbieter. Verständlicherweise, nerven sie doch – neben den versteckten Abo-Kosten – in zweierlei Hinsicht: Erst wird man von der TV-Werbung belästigt, dann von den entsprechenden Klingeltönen in U-Bahnen und Cafés. Die Geschäftsentwicklung scheint sich nun auch den Imagewerten anzunähern, denn wie Gruenderszene.de berichtet mussten bei Jamba offenbar 250 von 700 Mitarbeitern gehen.

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Im deutschen Medien-Business gibt es wohl keinen Geschäftszweig, der einen schlechteren Ruf hat, als die Klingeltonanbieter. Verständlicherweise, nerven sie doch – neben den versteckten Abo-Kosten – in zweierlei Hinsicht: Erst wird man von der TV-Werbung belästigt, dann von den entsprechenden Klingeltönen in U-Bahnen und Cafés. Die Geschäftsentwicklung scheint sich nun auch den Imagewerten anzunähern, denn wie Gruenderszene.de berichtet mussten bei Jamba offenbar 250 von 700 Mitarbeitern gehen.

Die Zahl der entlassenen Angestellten hat das Web-Business-Magazin von Insidern gesteckt bekommen. Offiziell will die Jamba-Mutter, Murdochs Fox Mobile, zu den Gerüchten keine Stellung beziehen.

Fest steht allerdings, dass es auch im Top-Management offenbar zu Umbesetzungen kam. So haben CEO Mauro Montanaro und der COO Kaj Hagros das Unternehmen verlassen. Die neue Führungsriege besteht nun aus Mark Anderson (CEO), Markus Peuler (CFO) und Markus Thorstvedt (CTO).

Fox Mobil, ein Tochterunternehmen von Murdochs News Corp. gehört zu den weltweit wichtigsten Anbietern für mobile Inhalte wie Klingeltöne, Handy-Wallpaper oder SMS-Dienstleistungen. Der Hauptsitz der Firma liegt traditionell in Berlin. In der Hauptstadt arbeiteten bislang mehr 700 Mitarbeiter. Im News Corp.-Headquater in Los Angeles saßen zudem noch rund 30 weiter Mitarbeiter.

Das Herzstück und die wichtigste Marke von Murdochs Mobil-Tochter ist Jamba. Der Klingeltonanbieter wurde bereits im Jahr 2000 von Marc, Alexander und Oliver Samwer zusammen mit Metro Debitel gegründet. Bekanntestes Produkt der Berliner ist sicherlich der "Crazy Frog" – ein Frosch, der mit hochgepitchter Stimme 80er-Lieder in einer Terror-Klingeltonversion nachsingt. 2004 verkauften die Gründer das Unternehmen für insgesamt 273 Millionen US-Dollar.
Update (9. April):
Auch gegenüber MEEDIA wollte Fox Mobil die Entlassungen nicht bestätigen. In einer Stellungnahme von Juliane Walther, Pressesprecherin von Fox Mobile Group, heißt es: "Richtig ist, dass Fox Mobile Group im Herbst 2009 den weltweiten Mitarbeiterstamm reduziert hat. Das war ein notwendiger Schritt, um die Ressourcen des Unternehmens den gegebenen und anstehenden Aufgaben und Möglichkeiten anzupassen, sodass Fox Mobile Group weiterhin effizient arbeiten kann. Es waren etwa 12% der Belegschaft betroffen, das entspricht etwa 70 Mitarbeitern weltweit.
 
Weitere Angaben stammen nicht aus unserem Haus und können so auch nicht von Fox Mobile Group bestätigt werden."

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