US-Fotografen-Verband klagt gegen Google

Die American Society of Media Photographers (AMSP) hat am Mittwoch eine Klage gegen Google eingereicht. Das vermeldet Theregister.co.uk. Die Fotografen und Illustratoren sehen ihre Urheberrechte durch Googles digitale Bibliothek "Book Search" verletzt. Dafür wurden Millionen von Büchern gescannt und online zur Verfügung gestellt, ohne die Urheber von Fotografien und Illustrationen dafür zu entschädigen.

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Ursprünglich hatte die American Society of Media Photographers vor, in einer bereits bestehenden Klage der US-Authors-Guild gegen Google als Kläger aufgenommen zu werden. Dies wurde vom Gericht abgelehnt. "Wir glauben daran, dass unsere Mitglieder, deren Existenz dadurch beeinträchtigt ist, es verdienen, in dieser Angelegenheit vertreten zu werden", so der Sprecher der AMSP Eugene Mopsik.
Die Klage der AMSP richte sich "gegen die weit verbreitete und unkompensierte Verletzung exklusiver Rechte an Fotografien".
Laut Theregister.co.uk reagierte Google gelassen auf die Kritik. "Wir sind sicher, dass Google Books absolut kompatibel ist mit dem bestehenden US- und internationalen Urheberrecht". Die digitale Bibliothek umfasst mittlerweile mehr als 10 Millionen Bücher, von denen 8 Millionen unter Urheberschutz stehen.
Nach Angaben von Welt.de gibt es mittlerweile einen Vorschlag für einen Vergleich. Dieser beinhalte, dass Google pauschal eine Summe von 125 Millionen Dollar Entschädigung zahlen soll. Im Gegenzug dürfe der Internetriese die betreffenden Bücher online veröffentlichen. Weiterhin soll den Autoren ein Anspruch auf Beteiligung an den Einnahmen zuteil werden. Diese Einigung müsse jedoch noch von einem Gericht anerkannt werden.

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