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Springer & Jacoby beantragt Insolvenz

Das ist wohl das Ende für die ehemals bedeutendste deutsche Kreativagentur. Wie der Branchendienst Werben & Verkaufen meldet, musste Springer & Jacoby (S&J) sowie seine Digitaltochter am Dienstagmorgen beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz beantragen. Seit Monaten hatte Lutz Schaffhausen, Chef der Schaffhausen Communication-Holding, offenbar vergeblich einen Käufer für die angeschlagene Agentur gesucht. Den zuletzt 30 Mitarbeitern wurde bereits zu Ende März gekündigt.

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is Mitte Dezember hatte noch die Agenturholding Commarco, Muttergesellschaft von Scholz & Friends und Lowe Deutschland, überlegt, die einstige Kreativschmiede zu übernehmen. Doch nach einer eingehenden Buch-Prüfung (Due-Diligence) hatte Commarco beschlossen, die Übernahme-Verhandlungen mit der Schaffhausen Communication Group abzubrechen. Die Verbindlichkeiten waren offenbar zu hoch.

Im Jahr 2006 hatte Lutz Schaffhausen S&J mit seiner Holding übernommen. Laut Werben & Verkaufen haftet der Geschäftsmann bei Banken persönlich und hat eigenen Angaben zufolge bereits zwischen 13 und 15 Millionen Euro in das nun insolvente Unternehmen gesteckt.

Der Niedergang der Agentur hat offenbar zwei Gründe: Zum einen verlor das Unternehmen zunehmend an innovativer Substanz, weil immer mehr Kreative die Firma verließen. Zum anderem litt Springer & Jacobi unter großen finanziellen Altlasten und hohen Personalkosten.

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