Gelunger Einstand für Hörzu Wissen

Ein siebenstelliges Werbe- und Marketing-Budget und ein sechsstelliges Verkaufsergebnis. Die neue Hörzu Wissen gilt Springerintern bereits als voller Erfolg. Vom ersten Heft gelang es gleich 130.000 Exemplare zu verkaufen. Bei der zweiten Nummer waren es bereits 145.000. Aber nicht nur Springer profitiert vom Boom der Wissensmagazine: So gab Bauer gerade bekannt, dass aufgrund des großen Erfolges die Sonderveröffentlichung Welt der Wunder Kompakt nun regelmäßig alle drei Monate erscheinen soll.

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„Mit Hörzu Wissen haben wir bewiesen, dass man auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich ein neues, attraktives Print-Produkt in einem wettbewerbsintensiven Markt platzieren kann“, sagt der stellvertretende Verlagsleiter Stefan Schweser gegenüber MEEDIA.

Mit seinem neuen zweimonatlichen Wissensheft hofft Springer von zwei Vorteilen zu profitieren. Zum einen produziert die TV-Digital/Hörzu-Gemeinschaftsredaktion unter Chefredakteur Christian Hellmann das Heft fast schon nebenbei, allerdings mit der Unterstützung einiger externer Autoren. Zum anderem „profitiert Hörzu Wissen natürlich von der Strahlkraft der Marke Hörzu“, gibt Schweser zu. Das Thema Wissen gehört bei der TV-Zeitschrift "schon seit langem zu den wichtigen inhaltlichen Säulen.“
Bei der Themenwahl setzt das neue Magazin streng auf populäre Themen. So verspricht das Cover der kommenden Ausgabe "Die Geheimakten der Weltgeschichte. Tempelritter und Freimaurer: Die Wahrheit hinter der Legende". Oder "Designer Dogs: So entstehen die neuen Superhunde" und "Der Eisige Kontinent: Die letzten Rätsel der Antarktis".
Mit diesem Themen-Mix sieht sich das Springer-Magazin klar als kommender Rivale für Bauers Welt der Wunder oder Gruner + Jahrs PM Magazin. Beide Hefte liegen bei einer Gesamtauflage von 323.972 bzw. 320.708 Exemplaren. Mit GEO will sich der Springer-Titel allerdings nicht vergleichen und auch nicht konkurrieren. 
Neben dem Kiosk-Verkäufen zahlt sich für Springer aber zudem ein kräftiges Abo-Marketing aus: „Mittlerweile lassen sich rund 15.000 Abonnenten von Hörzu Wissen begeistern. Alleine zum Start hatten wir bereits 10.000 Kunden gewonnen“, sagt Schweser.
An der Erscheinungsfrequenz will das Verlages-Management erst einmal nicht schrauben. „Das Heft wird in diesem Jahr weiterhin alle zwei Monate erscheinen“, sagt der stellvertretende Verlagsleiter. „Sollte der Erfolg sich dauerhaft bestätigen, ist es aber durchaus möglich, über diese Frequenz noch einmal nachzudenken.“ Spätestens, wenn die Marke von 200.000 verkauften Heften in Sichtweite kommt, wird man sich in der Führungsetage ernsthaft Gedankten über eine Umstellung auf eine monatliche Erscheinungsweise machen. Diesen Rhythmus braucht das Heft wohl auch, um die siebenstelligen Kosten für die teure Einführungskampagne wieder reinzuholen.
Als Erfolgsgrund für die gute Performance des neuen Titels sieht Schweser ganz konservativ „klassische Verlagsarbeit. Erstens: wir haben ein gutes Print-Produkt zu einem überzeugenden Preis gelauncht. Zweitens haben wir das Heft mit einer erfolgreichen Marketing-Kampagne unterstützt.“

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