Apple: Mehr iPads als iPhones verkauft

Starkes Debüt: Zum Verkaufsstart am Karsamstag hat Apple mehr als 300.000 iPads abgesetzt. Damit hat der Techpionier aus Cupertino am ersten Tag der Markteinführung mehr Tablet Macs verkauft als vor knapp drei Jahren iPhones. Während Apple-Topanalyst Gene Munster zuvor Schätzungen in Höhe von 600.000 bis 700.000 verkauften Geräten abgegeben hatte, reagierte die Wall Street alles andere als enttäuscht – die Apple-Aktie zog noch mal um fast 3 Dollar an. Wohl auch, weil schon am Donnerstag die nächste Produktpräsentation ansteht.

Anzeige

Starkes Debüt: Zum Verkaufsstart am Karsamstag hat Apple mehr als 300.000 iPads abgesetzt. Damit hat der Techpionier aus Cupertino am ersten Tag der Markteinführung mehr Tablet Macs verkauft als vor knapp drei Jahren iPhones. Während Apple-Topanalyst Gene Munster zuvor Schätzungen in Höhe von 600.000 bis 700.000 verkauften Geräten abgegeben hatte, reagierte die Wall Street alles andere als enttäuscht – die Apple-Aktie zog noch mal um fast 3 Dollar an. Wohl auch, weil schon am Donnerstag die nächste Produktpräsentation ansteht.
 
Nach dem Hype ist vor der Zahlenschlacht: Ist Apples sehnlichst erwarteter Tablet Mac ein Erfolg oder etwa doch ein Ladenhüter? Kaum waren die Schlangen am Samstagmorgen in den USA in Bewegung, begann der Kampf um die Deutungshoheit. "iPad-Euphorie ist nur von kurzer Dauer", stellte die Online-Ausgabe des "Handelsblatts" fest. "Anhaltende Euphorie? Menschenmassen? In Windeseile ausverkauft? Fehlanzeige", stimmten die Düsseldorfer dann vorschnell den Abgesang an.

Offenbar einen vollkommen anderen Produktstart hat SPIEGEL Online besichtigt. "Am ersten Verkaufstag griffen 300.000 Kunden zu, mehr als in zwei Tagen beim iPhone. Dazu gab’s auch einen Rekordumsatz mit Apps und E-Books", rückt das Hamburger Nachrichtenportal die Geschehnisse in Perspektive: "Eines der erfolgreichsten Handy-Modelle aller Zeiten kommt von Apple, heißt iPhone und verkaufte sich 2007 in den ersten zwei Tagen auf dem Markt sensationelle 270.000-mal."

 "Mehr iPads an einem Wochenende verkauft als Palm Pres im letzten Quartal"

Das war am letzten Juniwochenende 2007. Zweidreiviertel Jahre später hat Apple damit den eigenen Starterfolg pulverisiert, einige Berichterstatter damit aber offenbar trotzdem enttäuscht. Das lag nicht zuletzt an den turmhohen Erwartungen,  die zum Verkaufsstart des iPads von Apple-Topanalyst Gene Munster  auf astronomische 600.000 – 700.000 Geräte hochgeschraubt worden waren.

"Apple hat damit vermutlich mehr iPads an einem Wochenende verkauft als Palm Pre-Smartphones im letzten Quartal", ordnete "Alley Insider"-Technologiereporter Dan Frommer das Debüt des Tablet Macs dann auch ganz anders ein – vor allem unter dem Hinweis, dass für die erste konzerneigene Kalkulation gerade mal 15 Verkaufsstunden der Wifi-Version berücksichtigt worden waren.

Nach dem iPad-Launch auf neue Allzeithochs: Apple-Aktie weiter begehrt

Dass das iPad-Debüt nicht weniger als ein voller Erfolg war, dokumentiert schließlich die Bewertung des bekanntermaßen gnadenlosesten Richters der Wirtschaftswelt –  der Wall Street. Und die schickte die Apple-Aktie, die nach den starken letzten Wochen zum iPad-Launch nun schon zum mutmaßlichen Fallobst erklärt worden war, nochmals nach oben. Mit einem Plus von rund einem Prozent oder fast drei Dollar auf 238 Dollar markierte das Papier gestern abermals ein neues Allzeithoch.    

Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass sich Apple nicht auf seinen Lorbeeren ausruhte, sondern am gestrigen Ostermontag gleich den Hinweis auf die nächste Produktankündigung  machte.  Einen "Vorgeschmack auf die Zukunft" soll es nach Meinung Apples schon in zwei Tagen in Cupertino geben – nämlich auf die neuste Version des mobilen Betriebssystems iPhone 4.0  

"Das iPhone ist heute und in den nächsten Jahren immer noch viel wichtiger als das iPad"

Die iPhone OS-Ankündigungen haben bei Apple Tradition und gelten als sicheres Zeichen für den Launch der nächsten Smartphone-Generation im kommenden Sommer. Nach Experten-Einschätzung könnte dann auch die gleichzeitige Bedienung (Multitasking) der iPhone-Apps Wirklichkeit werden.

Dass bei all dem Hype um das iPad Apples eigentliche Konzentration der Cashcow iPhone gelten muss, machte Dan Frommer deutlich: "Nicht den Fokus verlieren", riet der Technologiereporter des "Alley Insiders" dem Computerpionier. "Das iPhone ist heute und in den nächsten Jahren immer noch viel wichtiger als das iPad". Bei zuletzt allein 35 Prozent der Gesamtumsätze kann man da kaum anderer Meinung sein. Nach dem iDay am Samstag ist also vor dem iDay am Donnerstag. 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige