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Steigt Apple in die Suche ein?

Seit Monaten fordert Google Apple mit gezielten Nadelstichen in seinem ureigensten Terrain heraus: Erst die Einführung des mobilen Betriebssystems Android, dann sogar des konzerneigenen Handys "Nexus One". Apple habe die Auseinandersetzung nicht begonnen, stellte Firmenchef Steve Jobs noch zu Jahresbeginn klar. Top-Analyst Gene Munster glaubt nun allerdings, dass Apple Google in seiner Komfortzone attackieren könnte – mit einer eigenen Suche, die allerdings auf die mobile Nutzung beschränkt wäre.

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Seit Monaten fordert Google Apple mit gezielten Nadelstichen in seinem ureigensten Terrain heraus: Erst die Einführung des mobilen Betriebssystems Android, dann sogar des konzerneigenen Handys "Nexus One". Apple habe die Auseinandersetzung nicht begonnen, stellte Firmenchef Steve Jobs noch zu Jahresbeginn klar. Top-Analyst Gene Munster glaubt nun allerdings, dass Apple Google in seiner Komfortzone attackieren könnte – mit einer eigenen Suche, die allerdings auf den mobile Nutzung beschränkt wäre.

Es war ein Bild, das so gar nicht zu Schlagzeilen der letzten Monate passte: Steve Jobs und Eric Schmidt vor einem Café in San Francisco, abgelichtet im Technologieblog "Gizmodo", der auch gleich mit einer Deutung der Körpersprache aufwarte. Das Vertrauen sei gering, Eric Schmidt habe sogar Angst vor Steve Jobs, war zu lesen.

Vielleicht mit gutem Grund: Denn wie der meist beachtete Apple-Analyst Gene Munster von Piper Jaffray voraussagt, bestehe eine "70 Prozent-Chance", dass der Computerpionier das wertvollste Internet-Unternehmen der Welt auf seinem ureigensten Terrain attackieren könnte – bei der Suche!

Wegen Kontrolle über die eigenen Daten: Apple könnte eigene iPhone-Suche anbieten

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Diese Einschätzung teilte der Top-Analyst, der mit seinen Einschätzungen zu Apple in den vergangenen Jahren so gut wie kein zweiter lag, gestern in seiner Research-Notiz Kunden des Brokerhauses mit. Allerdings mit einer Einschränkung: Apple werde sich dabei auf die Auswertung der eigenen mobilen Benutzerdaten des iPhones bzw. des AppStores konzentrieren, glaubt Munster.

In erster Linie gehe es Apple also nicht um einen weitere Eröse-Quelle, sondern vor allem um die Kontrolle über die eigenen Daten, anhand der Google wertvolle Einblicke in das Nutzungsverhalten von iPhone-Usern gewinnen könnte. Der Internetkonzern aus Mountain View, Kalifornien, ist als Suchmaschine auf dem iPhone vorinstalliert und liefert ebenfalls die Lokalisierungssoftware Google Maps.

Kleinere Akquisition von Suche-Unternehmen wahrscheinlich

"Eine iPhone-spezifische Suchmaschine wäre ein schwieriges Unterfangen, aber wir glauben, dass es Apple mit der kleineren Akquisition eines Suchmaschine-Anbieters, wie etwa Cuil, gelingen könnte", schreibt Munster. Auch eine Übernahme eines Ortbestimmungs-Anbieters wie Europa Technologies sei denkbar, spekuliert der Piper Jaffray-Analyst.

Der Technologieblog "Alley Insider" bleibt dagegen skeptisch. Es brauche schon größere Sorgen als den Datenschutz von Kunden, um das zeit- und kostenintensive Projekt anzuschieben, legt sich das Portal fest. Für Apple-Aktionäre scheinen die Spekulationen indes ohnehin zu weit weg zu sein – die Aktie legte gestern vor allem getrieben durch die Gerüchte über ein neues iPhone bei Verizon um knapp zwei Prozent auf 236 Dollar zu.      

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