„Evolution“: Guardian renoviert Webseite

Der englische Guardian hat seine Homepage überarbeitet. In einem Blogpost erklärt Chefredakteurin Janine Gibson, dass es wichtig war, sich dem digitalen Lebenswandel der Leser anzupassen. Sie verspricht, dass der neue Guardian nun "ein besseres Schaufenster für die große Vielfalt unseres Netzwerkes" darstellt. Das Nachrichtenportal setzt noch stärker auf Multimedia und präsentiert seine vorzüglichen Redaktions-Blogs nun prominenter in den Content auf der Startseite eingebunden.

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Es hat sich einiges getan auf der Frontseite der UK-Zeitung. Laut Gibson war der Anspruch des Relaunchs, die "Rigidität des alten Online-Formates zu brechen um die Live-Berichterstattung, Community-Reaktionen und Multimedia-Angebote besser zu reflektieren". Zudem gibt es nun eine so genannte "Trending-Box", in der die wichtigsten Themen des Tages auf die besten externen Quellen verlinkt werden.
Ein Kernelement der Renovierung ist die Aufwertung der hauseigenen Blogs. Den Journalen wird künftig deutlich mehr Bedeutung zugeschrieben, indem Gibson sie nun vollständig in den redaktionellen Content einbindet und gleichwertig in die Frontseite des Guardian integriert.
Zwei Jahre alt war die vergangene Online-Version des Guardian – eine lange Zeit in der schnelllebigen Internetwelt. Das Web habe sich verändert, ebenso wie der Online-Journalismus. Für Gibson war es an der Zeit, sich diesem "Wandel" anzupassen.
Die User scheinen von dem "Wandel" allerdings nicht begeistert zu sein. Beim Blick auf die zahlreichen Nutzerkommentare wird schnell klar: Die Leser sind eher verwirrt als dass sie sich durch die überarbeitete Version der Homepage bereichert fühlen.
Bekanntermaßen kommentiert eher der unzufriedene Leser als der Zufriedene. Daher verwundert es nicht, dass die meisten Stimmen sich kritisch zur neuen Seite eins äußern. Angefangen von "leicht durcheinander gewürfelt" bis hin zu "Der erste Eindruck ist schrecklich" sind unter den vielen Statements nur wenig zustimmende Worte zu finden.
Tatsächlich haben die Leser aber recht: Der neue Guardian wirkt chaotischer und überladen, was an der meist hervorragenden Qualität der Inhalte jedoch nichts ändern wird.

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