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‚Wetten, dass‘: Gossip stehlen Lena die Show

Dieser Auftritt wird für wilde Diskussionen in vielen Wohnzimmern der ZDF-Zielgruppe gesorgt haben. Deutschland erwartete die brave Lena Meyer-Landrut und bekam die Power von Beth Ditto. Die grandiose Sängerin der Band Gossip stahl nicht nur "unserem Star für Oslo" die Show, sie riss die Sendung auch an sich und stand fortan im Mittelpunkt. Und was bot die neueste "Wetten, dass..?-Ausgabe noch: Wurstwasser, eine tantige Emma Thompson, die Hardrock-Opas aus Hannover und riesige Größenunterschiede.

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So war es wohl einer der bizarrsten Momente der Show, als Skiläuferin Maria Riesch die gefühlt vier Köpfe kleinere Sängerin Shakira begrüßte. Die Kolumbianerin brachte immerhin erstmals ein klein wenig Stimmung auf die Couch, nachdem die Show zuvor mit den allzu blassen Gästen Maria Riesch und Hansi Hinterseer etwas vor sich hinplätscherte. Ohnehin blieben weite Teile der Sendung diesmal sehr blass. Selbst Lena Meyer-Landrut wirkte gehemmt und ernst, als hätte sie inzwischen begriffen, was mit ihr gerade passiert. Ihr Auftritt wirkte zu seriös, der Zauber aus "Unser Star für Oslo" war leider verflogen.

Auch Lenas Mentor Stefan Raab hatte der Show ungewohnterweise nichts Wesentliches beizutragen, ergab sich in sein Schicksal, als gelernter Metzger Pate einer Wurstwasser-Wette zu sein und hinterher "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei" singen zu müssen. Für einen offenbar heiklen Moment sorgte der ProSieben-Mann nur noch, als er vor der späteren Sieges-Wette zu einem Gottschalk-Foto mit zwei Fehlern sagte: "Ein Fehler ist klar: Die Haare sind falsch". Gottschalk blieb danach auffallend ruhig und beleidigt.

Den Glanz in die Show brachte dann eindeutig der Weltstar Beth Ditto. Zunächst sang sie mit ihrer Band Gossip den Hit "Heavy Cross" und anschließend sorgte sie auf der Couch so für Aufregung, dass die Show kurzzeitig ins Chaos abglitt. Doch später beruhigte sich die "Wetten, dass..?"-Versammlung wieder mit der etwas sehr tantigen Emma Thompson, dem etwas sehr onkeligen Andrew Lloyd-Webber und den Hannoveraner Hardrock-Opas Scorpions, die wieder einmal unter Beweis stellten, dass es eine gute Entscheidung ist, die Karriere zu beenden.

Wie schon die Gäste waren auch die Wetten diesmal weitgehend blass. Für die Highlights sorgten ein Chinese, der auf rohe Eier sprang, die – leider zu selten – heil blieben, und vor allem der Wettkönig. Ein älterer Lehrer merkte sich unfassbarerweise in wenigen Sekunden eine Anordnung von 5000 kleinen Punkten so genau, dass er anschließend die Position des einen Punktes, der verschwunden war, fand. Unglaublich.

Die nächste "Wetten, dass..?"-Show kann trotz Beth Ditto auf jeden Fall etwas mehr Power gebrauchen. Ob das aber ausgerechnet bei der Sommershow aus Mallorca gelingen wird? Ende Mai werden wir es sehen.

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