WePad: Der deutsche iPad-Rivale

Alternativ-Pad: Noch bis Ende April müssen sich die Apple-Fans gedulden, dann kommt Jobs' Tablet auch in Deutschland in den Handel. Doch ein mittelständisches Berliner Unternehmen prescht noch vor dem Verkaufsstart auf den Markt. Der deutsche Suchmaschinen-Experte Neofonie will sein WePad getauftes Tablet schon Mitte April in den Handel bringen. Es unterstützt Flash, läuft mit Android, soll weitaus günstiger als das iPad und für Verlage individuell zu branden sein.

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iPad, iPad, iPad. Noch bis Ende April müssen sich die Apple-Fans gedulden. Dann kommt Jobs‘  Tablet auch in Deutschland in den Handel. Doch ein mittelständisches Berliner Unternehmen prescht noch vor dem Verkaufsstart auf den Markt. Der deutsche Suchmaschinen-Experte Neofonie will sein WePad getauftes Tablet schon Mitte April in den Handel bringen. Es unterstützt Flash, läuft mit Android, soll weitaus günstiger als das iPad und für Verlage individuell zu branden sein.

Im WePad kommt also sehr viel Notebook-Technologie zum Einsatz. Was aber noch wichtiger ist: Das WePad unterstützt Adobes Flash sowie Adobe AIR. Darauf werden Apple-User auch weiterhin verzichten müssen, wie Steve Jobs klarstellte. Der Flash-Support macht sich aber auch im höheren Stromverbrauch bemerkbar. Maximal sechs Stunden Akkulaufzeit bei Nutzung verspricht der Hersteller.

Vermutlich Android-Betriebssystem
Den Machern zufolge eignet sich das WePad auch als Lesegerät für E-Books. Telefongespräche sind, genau wie beim iPad, nicht möglich. VoIP-Gespräche über Apps wie Skype oder Fring sollten allerdings kein Problem sein. Im Gegensatz zum schlank designten Apple-Tablet wartet das WePad außerdem mit zwei USB-Anschlüssen sowie einem Kartenlesegerät auf. Über ein GPS-Modul soll das Gadget auch Standorte auf Karten anzeigen können.

Unklar ist allerdings, welches Betriebssystem darauf laufen wird. Die News-Site Areamobile geht von einem Linux-Derivat aus, auf dem Android läuft. Keine schlechte Idee. Immerhin können sich User dann aus dem Android-Marketplace bedienen.

Hoffnungsträger für Verlagswelt?
Nach eigenen Angaben will Neofonie das WePad nicht nur an Privatkunden verkaufen, sondern als Trägermedium für Printverlage dienen. Diese können das Tablet dann gebrandet mit eigenem Content füllen. Angeblich konnte man schon Unternehmen für sich gewinnen. Gute Beziehungen in die Verlagswelt hat das eigentlich als Suchmaschinen-Spezialist bekannte IT-Unternehmen. Die interne Suchmaschine WeFind kommt auf mehreren News-Portalen zum Einsatz, unter anderem bei Stern.de. Wer mit im Boot sitzt, will Neofonie bisher nicht mitteilen.

Damit geht Neofonie auf direkten Kampfkurs mit dem iPad, das schon als Heilsbringer für die Printbranche gehandelt wird. Aller Voraussicht nach soll das Tablet in vier Wochen, ab Mitte April, bestellbar sein. Der Preis soll nach Herstellerangaben deutlich unter dem des iPads liegen. Das kostet in der günstigsten Variante 499 Dollar. Viel mehr ist noch nicht bekannt. Denn sämtliche Infos verbreitet das mittelständische Unternehmen derzeit nur über seine Facebook-Seite. Die Homepage wird derzeit überarbeitet.

2010 scheint sich immer stärker zum Jahr der Tablets zu entwickeln. Dass jetzt noch ein deutscher Anbieter mitmischt, dürfte den Wettbewerb positiv beleben. Wer das Rennen abseits vom iPad macht und die Verlage für sich gewinnen kann, ist noch völlig unklar. Bleibt abzuwarten, was die User vom deutschen Tablet halten werden.

Zu den Spezifikationen:

– 11,6-Zoll großer Bildschirm mit 1366 x 768 Bildpunkten
– 1,66 Gigahertz getakteter Atom-Prozessor
– Linux-Derivat mit Android als Betriebssystem
– Appstore mit Zugriff auf den Android-Marketplace
– W-Lan
– UMTS gegen Aufpreis
– USB
– Kartenlesegerät
– integrierte Webcam
– wahlweise 32 oder 64 Gigabyte Speicher

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