Vergleich pusht Constantin-Bilanz

Die Constantin Medien AG wird beim Konzernergebnis im Jahr 2009 die erwartete Zielspanne aller Voraussicht nach übertreffen. Einer Ad-hoc-Mitteilung zufolge wird das Unternehmen unterm Strich voraussichtlich 8,7 Millionen Euro verbuchen können. Für die Aktionäre bedeutet dies ein Gewinn pro Aktie von zwölf Cent, statt der angekündigten vier bis sechs Cent. Auch der Konzernumsatz des Medienhauses lag 2009 mit rund 511 Millionen Euro etwas über der Zielvorgabe von 500 Millionen Euro.

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Als Grund für die positiven Zahlen nennt Constantin Erträge aus dem Vergleich, der nach Schadenersatzklagen gegen ehemalige Funktionäre der Vorgängergesellschaft EM.TV & Merchandising AG vor Gericht erzielt wurde. Im Dezember 2009 hatten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung dem Vergleich zugestimmt, wonach Constantin Media die Summe von 57,5 Millionen Euro zugesprochen wurde.
Gleichzeitig erklärte der Vorstand, dass der Konzern ohne die Einnahmen aus dem Vergleich mit einem Fehlbetrag im deutlich zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen hätte. Dementsprechend nüchtern fällt auch die Prognose für das laufende Jahr aus. Zwar rechnet das Management im Segment Sport 2010 mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Holding-Kosten und Finanzierungsaufwendungen würden aber für ein auf Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis in einer Spanne von minus zwölf bis minus 14 Millionen sorgen.
Auch beim Konzernumsatz geht der Constantin-Vorstand von einem Rückgang aus. Erwartet wird ein Wert zwischen 440 Millionen und 460 Millionen Euro. Den kompletten Konzernabschluss für das Jahr 2010 will die Constantin Medien AG am 25 März veröffentlichen. 

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