Gruner + Jahr erstmals mit roten Zahlen

Am Rande der Bertelsmann Bilanzkonferenz hat Gruner + Jahr Vorstandschef Bernd Buchholz eingeräumt, dass sein Unternehmen das Jahr 2009 mit einem Verlust abgeschlossen hat. Der CEO: "Unter dem Strich weist die Bilanz einen Fehlbetrag von 18 Mio. Euro aus." Gleichzeitig hob Buchholz hervor, dass die Umsatz-Rendite mit rund acht Prozent behauptet werden konnte. Die detaillierte Bilanz von G+J wird am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. 2009 lag der Umsatzrückgang bei rund 250 Mio. Euro.

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Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch den extrem schwierigen Anzeigenmarkt bei Publikumszeitschriften sowie durch hohe Restrukturierungskosten. Dieser Posten, der bei Einstellung von Magazinen sowie Verschlankung und Strukturreformen der einzelnen Abteilungen anfällt, belief sich allein im vergangenen Jahr auf 67 Mio. Euro. Damit markiert Gruner + Jahr auch im Vergleich mit den anderen Unterbereichen den höchsten Wert innerhalb des Bertelsmann-Konzerns. 2008 und 2009 wurden insgesamt 112 Mio. Euro für Restrukturierungsmaßnahmen bei G+J verwendet. Zum Vergleich: Bei der RTL-Gruppe waren es im gleichen Zeitraum 66 Mio. Euro.

Dennoch ist der Gruner+Jahr-Chef optimistisch für die Zukunft. Da sein Konzern "mit deutlich schlankeren Strukturen" ins Jahr 2010 gegangen sei und die Einmalaufwendungen in diesem Jahr ausbleiben würden, geht Buchholz von einer deutlichen Ergebnis-Verbesserung für 2010 aus.

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