Es geht auch ohne PR-Gedöns

Da habe ich mich neulich ziemlich geärgert über zwei Zeitschriften. Das eine war die verkappte Mercedes-Kundenzeitschrift als die sich das Merian-Sonderheft zur neuen Formel 1 Saison entpuppte. Das andere war die Zeitschrift Berglust, die es bei vier Euro Heftpreis auch nicht wesentlich über Kundenzeitschriften-Niveau hinausgebracht hat. Wo bleibt denn da das Positive? Hier ist es: […]

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Da habe ich mich neulich ziemlich geärgert über zwei Zeitschriften. Das eine war die verkappte Mercedes-Kundenzeitschrift als die sich das Merian-Sonderheft zur neuen Formel 1 Saison entpuppte. Das andere war die Zeitschrift Berglust, die es bei vier Euro Heftpreis auch nicht wesentlich über Kundenzeitschriften-Niveau hinausgebracht hat. Wo bleibt denn da das Positive? Hier ist es: Ein ganz banales Stern-Reise-Special hat mir jetzt sehr gut gefallen. Das kleine Heft dreht sich um Südtirol und zeigt erfreulicherweise, dass man auch in diesen Anzeigen-getriebenen Specials nicht immer nur 08/15-PR-Journalismus-Imitate platzieren muss.

Glanzstück des Specials ist ein Text von Stern-Autorin Ulrike Posche über eine Bergwandertour mit Bergsteiger-Legende Hans Kammerlander in Südtirol. Klasse geschrieben, toll bebildert. Sowas will ich lesen. Dann gab es noch ein schönes Thema über den kollektiven Almabtrieb von 1.500 Schafen. Natürlich fehlten auch in diesem Special nicht die obligatorischen Tipps für Übernachtung etc. Das braucht man als Leser nicht wirklich aber es stört auch nicht weiter und war wenigstens nicht alles offensichtlich für die Anzeigenkunden dahergeschrieben. Was es aber gab, waren tolle Fotos zum Einstieg, zwei wirklich schöne Geschichten und eine ganz ordentliche über den Südtiroler Wein. Texte ohne aufdringliches PR-Gedöns, die dafür aber viel Lust auf einen Südtirol-Urlaub machten. Davon haben dann auch Anzeigenkunden was.

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