ARD: Scholl wird der neue Netzer

Auswechlung bei der ARD: Die Sportchefs der Sendeanstalt haben sich nach Informationen von Focus Online auf Mehmet Scholl als Nachfolger für den scheidenden Fußball-Experten Günter Netzer geeinigt. Der 39-jährige Ex-Profi von Bayern München war schon zu seinen Zeiten als Spieler der unumstrittene Publikumsliebling. Scholl soll schon bei der WM in Südafrika zum Einsatz kommen, bei der Netzer nach rund zwölf Jahren an der Seite von Moderator Gerhard Delling seine Abschiedsvorstellung gibt.

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Scholl ist die logische und erwartete Wahl, nachdem ihn die ARD bereits bei Live-Übertragungen aus dem DFB-Pokal aufgebaut hatte. "Er ist ein junger Sympathieträger, der gerade bei jungen Leuten durch seine Sprache blendend ankommt", hatte Netzer Ende letzten Jahres in der Bunten gesagt. Kompetenz und Beliebtheit stehen außer Frage, allerdings ist seine früher oft nachgewiesene Schlagfertigkeit vor den ARD-Kameras noch nicht recht zur Geltung gekommen.
Laut Focus standen auch die prominenten Bundesliga-Kräfte Felix Magath (Trainer Schalke 04) und Uli Hoeneß (Präsident Bayern München) zur Diskussion. Beide hätten aber, stärker als ZDF-Pendant Jürgen Klopp, unter Fußball-"politischen" Zwängen gestanden und stärker polarisiert als Scholl, der als Trainer der Regionalliga-Nachwuchsmannschaft des FC Bayern im Alltag eine eher unauffällige Rolle spielt.
Anders als der mit Moderator Delling seit langem exklusiv gekoppelte Netzer soll Mehmet Scholl verschiedenen Moderatoren zur Seite stehen, neben Delling also vor allem Reinhold Beckmann.

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