Google TV gemeinsam mit Sony und Intel

Laut einem Bericht der New York Times bastelt ein Konsortium aus Google, Sony und dem Chip-Hersteller Intel an einer neuen TV-Settop-Box. Das neue Gerät soll eine Schnittstelle zwischen Fernsehen und Internet bieten. TV-Zuschauer könnten dann vom Sofa aus zum laufenden Programm twittern oder auch Bilder mit dem Google Bilder-Service Picasa anschauen. Die Technik soll möglichst offen sein. Die Partner erhoffen sich offenbar einen ähnlichen Boom wie bei den beliebten Apps für Mobiltelefone.

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So soll laut New York Times Googles mobiles Betriebssystem Android auch die Basis für die TV-Software sein und externe Programmierer könnten Anwendungen dafür schreiben. Es gibt zwar schon eine Reihe von Internet-Settop-Boxen und internetfähigen Fernsehern auf dem Markt, der Durchbruch aber fehlt bislang. Dies könnte daran liegen, dass die bisherigen Angebote nur einen sehr limitierten Zugang zum Internet bieten. Das geplante Google TV würde neben bekannten Google Diensten wie Picasa und YouTube auch Twitter oder den Streaming-Dienst Hulu auf die große Mattscheibe bringen.

Der Hardware-Hersteller Logitech soll laut dem Bericht bereits angesprochen worden sein, um Peripherie-Geräte, wie eine Tastatur, herzustellen. Auch Googles Rivale Apple hat mit Apple TV eine Fernseh-Box im Angebot, die aber einen eher eingeschränkten Funktionsumfang aufweist. Für Google bietet der Vorstoß die Möglichkeit, mit Anzeigen ins Wohnzimmer der Konsumenten zu kommen. Intel erhofft sich einen Schub für seinen neuen Atom-Chip. Und Sony würde gerne seine Stellung bei Fernsehgeräten ausbauen.

Letztlich zielt die Initiative auch gegen Apples neues iPad, das ja ebenfalls vorrangig im Wohnzimmer genutzt werden soll. Einen offiziellen Kommentar von Google, Sony oder Intel hat die New York Times nicht bekommen. Die Zeitung beruft sich auf Leute, die mit dem Projekt befasst sein sollen, aber anonym bleiben wollen.

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