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G+J wird exklusiver Toyota-Partner

Paradigmen-Wechsel in der Zeitschriften-Branche: Zum wohl ersten Mal vergibt ein Mega-Konzern fast seinen gesamten Print-Etat an einen einzigen Verlag. In einem langwierigen Pitch hat sich Gruner + Jahr gegen Burda und Springer durchgesetzt und wird jetzt exklusiver Partner von Toyota. Das Berichtet der Branchendienst Horizont. Der Autobauer garantiert Zeitschriftenwerbung in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags und G+J Sonderwerbeformen, Kooperationen und eine begleitende Wirkungsforschung.

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Ausgenommen von der Vereinbarung sind nur einige wenige Special-Interest-Titel wie Auto Bild und Tageszeitungen.

"Es reicht heute nicht mehr aus, einfach nur Anzeigen zu schalten. Uns geht es darum, mit Partnern nach neuen Lösungen zu suchen, die neuartige Formate hervorbringen", zitiert Horizont Ingo Kahnt, Leiter Kommunikation Marketing bei Toyota Deutschland. In diesem Bereich habe man im vergangenen Jahr "sehr gute Erfahrungen gemacht".

Vor allem an zwei Aktionen erinnern man sich noch gut in der Branche. Zum einen hatten die Japaner mit Gruner + Jahrs Eltern eine besondere Kampagne ausgetüftelt. Toyota stellte sechs Familien je einen Monat einen Neuwagen zur Verfügung. Diese schilderten anschließend in Printanzeigen und im Eltern.de.Blog ihre Erlebnisse. Die Kritik an dieser Zusammenarbeit hielt sich offenbar in Grenzen.

Anders als bei der zweiten Aktion, die für viel Aufsehen sorgte. Beim Spiegel hatte der Kunde Toyota hatte an Stelle der Hausmitteilung eine Werbung platziert, die der redaktionellen Leserbegrüßung auffällig ähnelte. Es hagelte Leser-Proteste. Die Chefredaktion, die das Inserat und dessen Aufmachung zunächst durchgewinkt hatte, entschuldigte sich später öffentlich dafür schloss eine Wiederholung solcher Werbeformen aus.
    
Die Entscheidung für Gruner + Jahr begründet Kahnt gegenüber Horizont: "Es ging nicht um Konditionen, sondern um das Gesamtangebot. Uns haben die ungewöhnlichen Kooperationsideen und das persönliche Commitment überzeugt."

Eingefädelt wurde der Deal offenbar Zenithmedia-CEO Frank-Peter Lortz.

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