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Bauer bekennt sich zum Grosso-System

Jetzt geht Bauer in die Offensive: Gestern erwirkte der Hamburger Verlag eine Einstweilige Verfügung gegen die Behauptung, man habe für die Rückgabe eines Vertriebsgebietes die Zahlung einer sechsstelligen Summe gefordert. Heute folgt nun eine Unternehmensmitteilung mit einem "klaren" Bekenntnis "zum deutschen Grosso-System".

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In der Mitteilung heißt es: "Die Bauer Media Group bekennt sich klar zum deutschen Presse-Vertriebssystem. Ziel der angestrebten Reformen des Medienunternehmens ist einzig eine Optimierung des Systems, um dieses und damit die Pressefreiheit langfristig zu erhalten. Die aktuelle Diskussion ist eine von wenigen Personen und verschiedenen Interessenlagen aufgeheizte Debatte, die nicht auf Tatsachen basiert."

Weiter schreiben die Hamburger: "Die Kündigung zweier Grossisten stellt das System keinesfalls grundsätzlich in Frage. Ein Wechsel von einem Grossisten zu einem Wettbewerber ist systemkonform und beispielsweise in Gebieten mit Doppel-Grosso wie Hamburg und Berlin eine seit jeher gelebte und anerkannte Praxis."

Bauer fordert, dass auch die Grossisten ihren Beitrag zur Optimierung des Systems leisten müssen, "in dem sie stetig die Prozesse und Strukturen den schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen anpassen."

Das Schreiben endet mit dem Hinweis, dass man die "Gemeinsame Erklärung" nicht weiter kommentieren kann, weil sich das Grosso dazu entschieden hätte, die Erklärung dem Bundesgerichtshof zur rechtlichen Überprüfung vorzulegen

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