Lokal-Offensive bei Thüringer WAZ-Portalen

Rundumschlag in Thüringen: Der zur WAZ-Gruppe gehörende Zeitungsverlag Thüringen (ZGT) hat seinen Internet-Niederlassungen einen Relaunch spendiert. Die Thüringer Allgemeine, die Ostthüringer Zeitung und die Thüringische Landeszeitung bieten ab sofort neben der titelexklusiven Startseite jeweils 32 Lokalportale. Ziel ist es, die regional bekannten Medienmarken vor allem bei der Online-Suche noch enger miteinander zu verknüpfen und damit neue Werbekunden zu gewinnen.

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Mit dem Relaunch entstehen insgesamt 99 inhaltlich und technisch erneuerte Portale mit lokalen Inhalten, die in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Leben unterteilt sind. "Wir setzen auf eine eindeutig lokale Ausrichtung unseres Internet-Angebots," betont Klaus Schrotthofer, Geschäftsführer der zur WAZ Mediengruppe gehörenden Zeitungsgruppe Thüringen.
Das neue Portalsystem soll nach Willen des Verlags zur führenden Kommunikationsplattform in und für Thüringen werden. "Dabei nutzen wir die starken, im Land bekannten und den Nutzern vertrauten Marken unserer Zeitungstitel Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung", so Schrotthofer.
Eine neue Online-Suche spielt bei diesem Plan eine hervorzuhebende Rolle. Leser sollen Inhalte aus dem Portal zu Dossiers über wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport und über rund 900 Thüringer Orte zusammenstellen können. Diese ergänzenden Services werden später auch auf Vereine und Firmen ausgedehnt. Schwerpunkte in der Berichterstattung werden in Online-Specials aufbereitet. Diese bündeln aktuelle Texte, Hintergründe, Fotoserien und Videos zu lokalen und überregionalen Themen. 
Die Offensive des ZGT zielt zudem auf lokale und regionale Werbekunden. Diese sollen einerseits mit einer deutlich größeren Reichweite und andererseits mit zielgenauen lokalen Angeboten gelockt werden. Hier folgt der Verlag dem Mutterkonzern aus Essen, dessen Strategie seit längerem darauf abzielt, Lokal- und Regionaljournalismus zu stärken.
Die Auflagenentwicklung der Print-Produkte des ZGT ist leicht rückläufig. Aktuell kommen die drei Titel nach IVW auf einen Gesamtverkauf von 314.854 Exemplaren, 301.893 davon wurden über Abos bezogen. Das macht im Zwölf-Monats-Trend ein Minus von jeweils vier Prozent aus.

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