CityDeal: großer Aufwand, große Gewinne?

Um die Spitzenposition unter Deutschlands Groupon-Diensten auszubauen, füllt das Berliner Start-up CityDeal noch einmal die Kasse: In einer zweiten Finanzierungsrunde stecken vier Investoren etwas mehr als fünf Millionen Euro in das Portal. Diese Summe ist auch nötig, denn der Aufbau eines funktionierenden Angebotes für Gruppen-Gutscheine ist extrem personalaufwendig und damit höchst kostenintensiv. Das Geld soll vorrangig für Marketingmaßnahmen und weitere Expansionen verwendet werden.

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Mit der Finanzspritze vom Januar verfügt der Groupon-Dienst jetzt über rund zehn Millionen Euro. Mit an Bord sind neben den Samwer-Brüdern (Rocket Internet) auch die schwedische Investoren-Gruppe Kinnevik, Holtzbrinck Ventures und die Otto-Gruppe, die Risikokapital zur Verfügung gestellt haben. Damit sollen der Ausbau des Angebots und entsprechende Maßnahmen zur Einführung der Marke finanziert werden. Europaweit arbeiten rund 250 Mitarbeiter für das Start-up, die meisten davon in Deutschland – eine schier astronomische Zahl für ein so junges Unternehmen. CityDeal gibt es erst seit Januar 2010.
Das Team ist für die Akquirierung neuer Kunden zuständig, vom italienischen Restaurantbesitzer bis zum Betreiber einer Beauty-Farm. Dazu muss telefoniert werden, manchmal sind sogar Besuche vor Ort nötig. CityDeal bietet seine Gutschein-Aktionen in 40 deutschen Städten an, dazu ist der Groupon-Dienst auch noch in Frankreich, Großbritannien und Österreich aktiv. Weitere internationale Standorte sind geplant.
In den größeren Städten hat das Start-up seinen Bekanntheitsgrad innerhalb kürzester Zeit so sehr gesteigert, dass dort inzwischen die Unternehmen auf CityDeal zugehen und von sich aus Rabatt-Aktionen anbieten. Neben dem Gutschein-Dienst ist es einer handvoll Anbieter wie  DailyDeal, ColeDeal und WestDeal gelungen, zumindest in den Ballungszentren einen Markt zu schaffen. In Städten wie Berlin und Hamburg kann der Groupon-Dienst bereits jeweils rund 100.000 Mitglieder vorweisen. 
Der Markt ist jetzt schon hart umkämpft. CityDeal verspricht zum Beispiel eine Gutschrift von sechs Euro für die erfolgreiche Vermittlung eines neuen Mitglieds. Nach den jüngsten Google AdPlanner-Zahlen hat sich CityDeal mit 390.000 Unique Usern an die Spitzenposition der Groupon-Dienste katapultiert. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Besucher um über 1.200 Prozent gewachsen. Das lag vor allem an sehr attraktiven bundesweiten Aktionen, etwa mit dem Kaffee-Röster Starbucks. DailyDeal, im Januar noch die Nummer eins, erreichte im Februar vergleichsweise geringe 76.000 Unique Visitors.
Konkrete Pläne, wie die Community von CityDeal ausgebaut werden soll, existieren bislang noch nicht. Man befinde sich noch im Feintuning. Es scheint aber, als hätten die Groupon-Dienste wie CityDeal, ein lukratives Geschäftsmodell im Web gefunden, das sowohl für Unternehmen, Mitglieder sowie die Gutschein-Vermittler einen effektiven Gewinn abwerfen könnte.

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