VDZ lobt Becks Idee zum Werbeverzicht

Der Verband deutscher Zeitschriftenverleger hat den Vorstoß des SPD-Politikers begrüßt, wonach die ARD auf Werbung verzichten solle. „Damit kommt endlich eine ordnungspolitische Diskussion in Gang, bei der die Chancengleichheit privatwirtschaftlicher Medien gegenüber dem Gebührenprivileg der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten thematisiert wird“, so VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Verleger-Präsident Hubert Burda mahnte Zurückhaltung beim Aufbau der Web-Präsenz von ARD und ZDF an.

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Beck hatte sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder geäußert. Beim VDZ macht man sich allerdings weiterhin "Sorgen" über eine "ungebremste Expansion" der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in das Internet. „Der Verzicht auf Werbung darf kein Freibrief für den Ausbau der öffentlich-rechtlichen Online-Auftritte sein“, so VDZ-Präsident Hubert Burda.
Beck hatte vorgeschlagen, die Werbefreiheit im Fernseh-Programm von ARD und ZDF sukzessive ab 2013 mit dem 14. Staatsvertrag einzuschränken. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sieht darin einen ersten Schritt zu einer Neuausrichtung der Medienpolitik, wie die bereits bei der englischen BBC der Fall ist. Fürstner betonte, dass dies auch ein Modell für Deutschland sei. “Die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist ein Privileg, das zur Selbstbeschränkung verpflichtet.  Funktioniert es nicht, ist es  bald verwirkt. Fürstner betonte, dass die Werbebeschränkung auch für den öffentlich-rechtlichen Hörfunk gelten müsse.
Notwendig ist über den Werbestopp hinaus eine Debatte über einen fairen Wettbewerb zwischen gebührenfinanziert Medien und Printmedien in den sich neu entwickelnden online-Märkten, die für Zeitungen und Zeitschriften überlebensnotwendig sind. Dazu bedarf es einer kritischen Beleuchtung der Gesamtstruktur des Dualen Systems.

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