Mehr Online-Freifahrtscheine für die ARD

Nach Unterlagen, die der FAZ vorliegen, werden nach Tagesschau.de auch die öffentlich-rechtlichen Online-Seiten Sportschau.de und Boerse.ard.de den internen Dreistufentest mit allen Freiheiten bestehen. Kritikpunkt von Verlegerverbänden (und FAZ) ist in diesen Fällen, dass ein medienpolitisch gewolltes Verbot der "Presseähnlichkeit" in der Praxis offenbar keine wesentlichen Einschränkungen zur Folge hat. Sowohl Boerse.ard.de als auch Sportschau.de werden journalistisch und gesellschaftlich relevant eingestuft.

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Zuletzt hatte eine interne Beratungsvorlage des NDR zu Tagesschau.de die privaten Online-Anbieter aufgeschreckt, weil sich darin abzeichnet, dass die geforderte Beschränkung auf "sendungsbegleitende Inhalte" kaum eine Rolle spielen wird. Die FAZ zitiert nun aus ähnlichen Papieren aus diversen ARD-Anstalten, die einhellig zum Schluss kommen, die jeweils geprüften Online-Projekte seien angemessen.
So hat der Rundfunkrat des HR das Angebot Boerse.ard.de laut‘>boerse.ard.de auch nicht.
Auch das Online-Agebot Sportschau.de wird laut FAZ als unbedenklich eingestuft. Zuständig ist hier der Rundfunkrat des WDR. Die FAZ zitiert aus dem Bericht: "Der WDR-Rundfunkrat sieht in Sportschau.de einen unverzichtbaren publizistischen Beitrag auf dem Markt der Online-Sport-Angebote." Durch das Einbeziehen von Breiten-, Rand- und Behindertensport komme Sportschau.de eine "besondere gesellschaftliche Integrationsfunktion" zu. Tatsächlich ist Sportschau.de aber in erster Linie ein Fußball-Portal, wie die ARD "Sportschau" in erster Linie eine Fußball-Sendung ist.

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